Petitot, Louis. — Petit-Badel

Petitot, Louis. — Petit-Badel, Louis François.

von seinem Vater Pierre in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis ihn endlich Cartelier als Zögling aufnahm. Mit großem Talente begabt, machte er unter Leitung seines Meisters die erfreulichsten Fortschritte, und konnte es auf diese Weise schon wagen, um den grossen Preis der Sculptur zu concourir. Es wurde ihm indessen nur der zweite zu Theil, im folgenden Jahre aber war er derjenige, welcher jenen Preis gewann, wovon eine Pension zur weiteren Ausbildung in Rom verbunden ist. Der Gegenstand der Darstellung war der verwundete Achilles , eine grosse, artige Figur, in allen Teilen correct und vollkommen gebildet. Auf dieses Werk folgte eine Reihe von anderen, die nicht gleichen Verdienst besitzen, und daher wurde Petitot bei vielen öffentlichen Arbeiten vorgezogen. Im Jahre 1827 ernannte ihn der König zum Ritter der Ehrenlegion, und hierauf öffneten ihm mehrere Akademien ihre Schranken.

Im Jahre 1819 fertigte er aus Auftrag der Regierung eine 6 Fuß hohe Statue des Ulysses bei Alkinous in Marmor, jetzt im Schloss zu Fontainebleau , wo man auch seine colossale marmorne Büste des Escadrons-Chef Claude de Forbin sieht. Im Jahre 1821 trug ihm das Ministerium des königl. Hauses auf, zur Zierde der grossen Stiege des Museums zwei 10 auf 5 F. grosse Figuren auszuführen, das eine den Apollo vorstellend, wie er die Übergabe der schönen Künste annimmt, das andere die Minerva, sitzend bei der Austeilung der Belohnungen an die Künste. Die Präfektur des Departement der Seine bestellte 1822 die Statue des Martyrers St. Moriz, und bald darauf erhielt er Aufträge des Ministers des königl. Hauses für den Triumphbogen des Carousselplatzes ein Basrelief aus, welches die Capitulation des Generals Ballesteros zu Campillo vorstellt. Im Jahre 1825 vollendete er ein Werk von grösserer Bedeutung, die colossale Bronzestatue Ludwig XIV., welche die Stadt Caen zur Zierde eines ihrer Plätze ausführen liess. Hierauf fertigte er das 11 Fuß hohe Modell einer Statue des Überflusses, welche auf dem Dach der vier Piedestale vor der Hauptfassade des Börsegebäudes in Marmor aufgestellt werden sollte. Eine kleine Marmorstatue aus dem Jahre 1850 ist ein Denkmal auf die damalige Julik-Revolution, stellt einen heroischen Genius vor, der die Tyrannei mit Fuss tritt. Später liess das Ministerium des Innern durch Petitot in der Magdalenenkirche der Königin ein Monument in Marmor setzen, und der Präfekt des Departement der Seine vertraute ihm die Ausführung eines der colossalen Flussgütter an, welche die Fontainen des Bastillplatzes zieren.

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