Petit-Badel, Louis François, Zeichner und Architekt , geboren zu Paris 1740, gestorben 1818. Als Schüler von de Wailly erlangte er schon in frühen Jahren eine umfassendere Bildung, die damals unter Leuten seines Faches gewöhnlich war, und er verließ auch nie mehr die einmal betretene wissenschaftliche Bahn. Neben dem Studium der Architektur beschäftigte ihn besonders auch die alte Geschichte seiner Kunst, worfür er später auf seinen Reisen in Italien , Sizilien und Griechenland reiche Belege sammelte. Er zeichnete viele architektonische Überreste der Völker jener Länder, und suchte aus diesen auf den Ursprung und die Verwandtschaft derselben zu schliessen. Im Jahre 1775 wurde in einer Sitzung des Instituts über seine Arbeit ein vorzüglicher Bericht erstattet, und weiter kam le Breton darauf zurück.
Petrarca. — Petrecini. 131
im Notice des travaux de la classe des beaux arts de l’Institut-na- tional pendant l’An XII., worin das System des Künstlers etwas angegriffen wurde. Seine Ansicht über die cyclopische Construc- tion veranlasste später eine Gegenschrift, unter dem Titel: Lettre de M. J. Ch. Sickler à M. A. G. Millin sur l’époque des construc- tions cyclopennes, dans laquelle l’auteur réfute le système de M. Petit-Radel. Paris 1810, 8. Die Sammlung von Zeichnungen sach architektonischen Ruinen hat er selbst radirt und unter fol- gendem Titel herausgegeben: Recueil de ruines d’Architecture. Im Jahr 1800 führte Petit-Radel auch einige große Zeichnungen aus: 1800 die innere Ansicht eines Ägyptischen Tempels, die Ansicht einer Gallerie vor einer römischen Naumachie, und die Ansicht einer durch Brand zerstörten gotischen Kirche. Im Jahre 1806 machte er Entwürfe und Pläne, nach welchen die Kirche St. Ma- delaine zum christlichen Cultus wieder eingerichtet werden sollte, und hierauf that er ein Gleiches mit dem Pantheon. Diesen Plan gab er im Stiche heraus, unter dem Titel: Projet pour la restau- ration du Panthéon (St. Genevieve). Als praktischer Architekt lei- dete er den Bau des Palais Bourbon, und führte die Oberauf- sicht über die Restauration des alten Hotel du trésor royal. Nach seinen Plänen wurde auch das Schlachthaus in Rouen erbaut.
Petit-Radel war Architecte-expert-juré du Roi, und später wurde er Inspecteur général des bâtiments civils, so wie Mitglied der Jury der Architekturschule etc.
P. W. ein italienischer Kupferstecher, über welchen die näheren Nachrichten fehlen. Füssly nennt von ihm das Bildnis des Rechts- gelehrten Carl Rosatus.
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