Peters, Mathias

Peters, Mathias, Goldschmied und Kupferstecher in Husum ; der im 17. Jahrhundert in Dänemark lebte. In v. Rumohr und Thiele’s Geschichte der königl. Kupferstichsammlung in Copenhagen S. 117 heisst es, dass es von diesem Goldschmiede, dem es wahrscheinlich an künstlerischer Vorbildung gefehlt habe, viele Buchverzierungen der schlechtesten Gattung gebe. Hingegen hat er einige Bildnisse gemacht, welche, bei viel naivem Natursinn, auch durch ihre Manier ganz bemerkenswert sind. Er hat darin die Bunze mit dem Schaber, die Radirmudel mit dem Grabstichel verbunden, und hierdurch, ohne Vorliegen der Farbe, eine ganz ungemeine Tiefe der Schwärze hervorgebracht.

  1. Fridericus HMI D. G. Daniae Rex etc. primum de K. v. M. ad vivum dep. hanc denuo exsculpsit hac forma Mathias Peters Goldschmidt Husumensis. Cimb. anno 1653. Büste. H. 10 Z. einige Linien, Br. 6 Z. 6 L.

  2. Zwei gleich grosse Bildnisse des Herzogs Friedrich zu Holstein-Gottorp und seiner Gemahlin, einer Prinzessin von Sachsen . Mathias Peters Goldschmidt Husumensis. H. 13 Z. 4 L., Br. 9 Z. 8 L.

Ferner stach er mit seinem Bruder Claus:

  1. Die 40 Charten zu J. Meyer’s und Caspar Dankwerths. Landesbeschreibung von Hollstein und Schleswig , die im Jahre 1652 (fol. max.) erschien. Die meisten dieser Charten haben Cartusche, welche die Trachten, ländliche Beschäftigungen, Hausthiere, Fische etc. der verschiedenen Bezirke darstellen, und in einem zwar rauhen, aber kecken und mitunter malerischen Stil radirt sind. Die Zeichnung ist ungleich und meist incorrekt, aber das Charakteristische treu aufgefasst, und einige dieser Figuren könnten eine Vergleichung mit Ostade und Bega wohl aushalten, wie z. B. die Brandweinkäuferin. Diese Künstler fehlen häufig in dem Verzeichnisse deutscher Kupferstecher.

So behauptet Heller in den Kunstnachrichten; Rumohr und Thiele schweigen davon.

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