Pesne, auch Päne und Paine

Pesne, auch Päne und Paine, Jean . 151

  1. Der Tod der Saphira, Sapphira Super agri Venditi pretio Spiritui sancto mentita etc. N. Poussin pinxit. Ex Museo Joan. Fromont D. de Venne. Rechts: Joag. Pesne sculpsit cum priuil. Regis. Sehr schönes Blatt. H. 16 Z. 8 L. mit 8 L. Rand, Br. 25 Z. 7 L.

I. Der oben beschriebene. Selten.

I. Der Schrifttext derselbe, ausserdem aber liest man links: N. Poussin pinxit, rechts: Grav6 par J. Pesne etc. Auch mit Drevet’s Adresse.

Die sieben Sakramente, in einer Folge von eben so vielen Blättern, jedes aus zweien zusammengesetzt. Sie machen ein chalkographisches Hauptwerk aus, besonders in er- sten Drücken, was in keinem anderen Buche so bestimmt angegeben ist, wie bei Robert-Dumesnil. Es finden sich auch einige Probedrücke, die zu den Curiositäten gehören, mehr oder weniger vollendet sind, und nicht in den Kunsthandel kamen. Die Vorbilder, deren sich Pesne beim Stiche bediente, waren damals im Besitze des Herrn Freart du Chantelou. Poussin malte diese Darstellungen bekanntlich zweimal, einmal für seinen Freund Chev. del Pozzo, die sich jetzt in der Stafford- Gallerie zu London befinden. H. von Chantelou sah diese Bilder in Rom , und wollte ebenfalls Copie besitzen, wozu sich aber Poussin nicht verstand. Er malte die Gegenstände lieber ganz frei aus dem Kopfe, und dies sind nun die Darstellungen, welche Pesne gestochen hat. Sie kamen in den Besitz des Herzogs von Orleans. Vorzügliche Abdrücke zahlt man zu 15 — 20 Thl.

  1. (1) Die Taufe Christi im Jordan. Venit Jesus ad Joannem ut baptizaretur ab eo. H. 22 Z. 11 L. mit 13 L. Rand, Br. 32 Z. 1 L. I. Mit dem Schrifttext und den Künstlernamen. Jean Pesne delin. et sculp. et excudit cum priuil. Regis. I. A Paris chez Audran, rue St. Jacques etc. — Avec Priuil. du Roy. Die Platte ist schon retouchirt. I. Ohne cum priuil. Regis, nach dem Namen des Stechers. Man bemerkt noch einige Spuren.

  2. (2) Die Firmung, Signatur signo crucis, confirmatur chris- mate salutis. J. Pesne delin. et sculp. et excudit cum priuil. Regis. H. 22 Z. 2 L. mit 14 L. Rand, Br. 31 Z. 9 L.

I. Mit aller Schrift, aber ohne die verticalen Linien auf der linken Wange des jungen Menschen, der hinter dem Bischof und zu dessen Rechten steht; der Lichtstreif reicht bis zur Lichtpartie des rechten Schenkels des Kin- des, welches links steht. Dieses Licht ist in den folgen- den Abdrücken durch Punkte vertrieben. Robert-Dumes- nil sah nur einen einzigen Abdruck dieser Art in der Sammlung des Dr. Rossi. Es ist wahrscheinlich ein bis auf jene Theile vollendeter Probedruck.

II. Der in allen Theilen vollendete Druck, vielleicht passender als erster zu bezeichnen, mit dem Excudit des Stechers.

III. Mit Audran’s Adresse, aber retouchirt.

IV. Die Worte: Cum priuil. Regis, in der Adresse Pesne’s wurden weggenommen.

  1. (3) Die Busse, die Sünderin vor Christus im Hause Si- mon’s des Pharisäers, Remittuntur ei peccata multa, quae

dilexit multum. H. 22 Z. 6 L, mit 13 L. Rand, Br. 31 Z. 14 L. Die Abdrücke, wie No. 20. -

  1. (4) Das Abendmahl des Herrn im Kreise der Apostel. H. est corpus meum, quod pro vobis datur etc. H. 21 Z. 1! ohne Rand; Br. 32 Z. 2 L.

I. Ausser den Künstlernamen und jenen Freart’s liest man: nur: Hoc facite in meam commemorationem. Luc. cap. 2 Robert-Dumesnil fand nur zwei solche Abdrücke, einen auf der königl. Bibliothek in Paris, den anderen bei D. O8si. II. Mit dem vollständigen Vers bei Luc. 22. Hoc est corp! meum etc. III. Mit Audran’s Adresse vor dem Namen Pesne, aber touchirt. IV. Die Worte cum privilegio Regis nach Pesne’s Namen fehlen.

  1. (5) Die letzte Oeluny,}zl Orent su£er eum ungentes cum ol ın nomine domini. H. 22 Z. 4 L. mit 1 Z. Rand, Br. 32 Die Abdrücke wie No. 20.

  2. (6) Die Einführung des Priesteramtes, wie Christus dem F ‚ trus die Schlüssel überreicht. Quodcunque ligaveris sup terrazm erit ligatum etc. H. 22 Z. 2 L. mit 9 L. Rand, Br. 32 Z. . Die Abdrücke wie No., 20.

  3. (7) Die Ehe, unter der Vermählung Mariens mit Josep dargestellt. Maria desponsata Joseph. H. 19 Z. 2 L. mi 6 L. Rand, Br. 28 Z. Die Abdrücke wie No. 20.

  4. Der Sommer. Die Schnitter des Booz auf dem Felde, ur Ruth zu den Füssen deosselben. In Mitte des Rande Aectas. H. 17 Z. 6 L. mit 9 L. Rand, Br. 22 Z. 8 L. I. Vor Gantrei’s Adresse. II. Mit derselben, III. Gantrei’s Adresse weggenommen, man bemerkt aber d Spuren.

  5. Der Herbst. Die biblische Scene, wie zwei Männer d Traube aus Canaan tragen. Unten in der Mitte: Autu! nus. H. 17 Z. 6 L. mit 5 L. Rand, Br. 22 Z. 9 L.

Die Abdrücke wie No. 27.

  1. Das Testament des Eudamidas. In der Mitte des Rand liest man, neben den Namen der Künstler und des Be tzers des Gemäldes (Formont de Venne): Testament d’Eud midas de la ville de Corinthe. H. 17 Z. 4 L. mit 8! Rand, Br. 21 Z. 4 I

I. An der Lanze zu erkennen, die im Grunde an der Mau neben Schwert und Schild grup irt ist. Die obere Län j des Schaftes der Lanze hat die dritte Strichlage noch nic erhalten. II. Der Schaft ist gleichmässig mit drei Strichlagen bedec! aber die Platte ıst noch nicht retouchirt. III. Von der retouchirten Platte. Die Abdrücke sind nicht me so klar und zart.

  1. Der Triumph der Galathea, auf der Muschel von Delphinen gezeigt, vonm Tritonen und Nereiden eben. Aus dem fi:semn Formont. H. 18 Z. 2 L. mit L. Rand, Br. 23 Z. 2 L. |

I. Vor der Draperie über der Blösse der Galathea. H. Mit dieser Draperie, '

Die Arbeiten des Herkules, in einer Folge von 19 Blättern unter dem Titel: Herculis Labores., Ex archetypis N. Poussin Pictoris regij Celebratissimi hic aere Incisos, Charissimo viro D. D. Michaeli Anguier Regis Christia- Dissimi sculptori etc. In perpetui obsequii monumentum. J. Pesne D. C. Q. A Paris chez G. Audran — — 10678. Es gibt zweierlei Abdrücke dieser Folge: .

I. Vor der Adresse auf dem Titel, nur mit den Künstlerna- men auf den anderen Blättern, ;

II. Mit Audran’s Adresse,

  1. Der Titel mit zwei Amoretten umd der Löwenhaut, auf wel- cher die oben erwähnte Aufschrift ist. H. 10 Z. 4 L., Br.

Zwei Friese. - 3) (1) Alemene accouche d’Hercule etc. H. 6 Z. 8 L. mit 3 L. Raud, Br. 13 Z. 8 L. a 3) (2) Hercule se veng; de deux Borcades. H. 5 Z. 7 L., mit 5L. Rand, Br. 13 Z.

Zwölf Compositionen in Rundungen. H. 9 Z. 10 L. — 10 Z., 8 L., Br. 9 Z. 0 L. — 10 Z., 8 In

  1. (1) Hercule prend conseil de l'oracle.

  2. (2) Chiron enseigne Hercule à tirer de l'arc,

  3. (3) Chiron enseigne la cavallerie à Hercule.,

  4. (4) Hercule estrangle le Lion de Némée.

  5. (5) Hercule assomme Diomede.

  6. (6) Hercule se saisit des Amazones,

&) (7) La mort d’Antée. ;

I) (8) Hercule tue le monstre. .

&) (9) Le Géant etc.

  1. (10) Hercule en charge -etc,

%) (11) Course ordonnée etd.

  1. (12) La déesse Hébé etc. Die Waffen des Herkules.

  2. Ein Amor mit der Keule, C’est amour porte etc. H. 10 Z. L., Br. 8 Z. 2 L. E

$7) (2) Amor mit dem Köcher, Le carquois et flèches etc. H.

Zwei Termen als Cariatyden. H. 15 Z. 0 L., Br. 10 Z.

8 L. C6 &) Die erste nach rechts sehend, mit Audran’s Adresse, 40) Die zweite, nach links sehend, mit Audran’s Adresse.

$0) Vulkan vor Cerberus, Statue auf weissem Grund, ohne Na- men. H. 15 Z. 2 L., Br. 11 Z. 2 L. A

$t) Eine weibliche Figur mit einer brennenden Lampe, auf weis- sem Grund und ohne Namen. In gleicher Grössse, _

    1. Ein Zeichenbuch, Folge von 30 Blättern in ungleicher Grösse. Auf dem Titelblatt, mit den Genien der Malerei

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und Kupferstecherkunst, welche das Medaillon mit Poussin

Bildnis mit Blumen bekränzen, liest man: Livre de Peinture du Poussin. Par. I. Pesne & Paris. Cl. Langlois rue St. Jacques & la Victoire, avec privil.

I. Vor den Nummern. Das Titelblatt hat keine Adresse, es

liest bloß: Avec Privil. Sehr selten.

II. Mit den Nummern, und mit der Adresse, wie oben.

  1. — 04) Ein anderes Zeichenbuch, Folge von 13 Blättern,

die unten rechts numeriert sind, bis auf das zwölfte Blatt,

wo die No. links steht. Auf dem ersten Blatte, mit 9 Tl.

Jen des Gesichtes des Pythischen Apollo, steht: Livre pour apprendre à dessiner avec les proportions des parties qu’on choisit dans les ouvrages de N. Poussin et gravé par J. Pesne. A Paris Chez Audran etc. H. 82Z. 1 L., 11 Z. 6 L. Sehr selten.

Blätter 1 und 2, wovon letzte Nummer ohne Namen

haben in späteren Abdrücken die Nummern 27 und 28, —

sie zu einem Zeichenbuch von 30 Blättern verwendet wurde,

den, welches G. Audran unter dem Titel: Les Proportions du corps humain etc. herausgab.

Blätter nach Rafael.

  1. Die heil. Familie. Die heil. Jungfrau, stehend nach rechts

gerichtet, legt die Hand auf den Kopf des kleinen Johannes,

welcher das Kind umarmen will, Joseph geht hinter einer

Hecke nach dem Hintergrunde, blickt aber noch auf die

Scene. H. 16 Z. 7 L. mit 4 L. Rand, Br. 12 Z. 53 L. Geierich radirtes Blatt.

I. Die Scham des Kindes ist unbedeckt.

II. Dieselbe mit einer Draperia verdeckt.

  1. Mit der Adresse. J. Pesne sculpsit cum Privil. Regis.

Nach Hannibal Carracci.

  1. Die Familie in Joseph’s Werkstätte mit Arbeit beschäftigt.

Conclavæ Triadis humanae — — Chez Pierre Hall

etc. H. 14 Z. 6 L. mit 13 L. Rand, Br. 17 Z. 9 L.

Nach Van Dyck.

  1. Bildnis des François Langlois, genannt Ciartres. Marie

excudit, H. 13 Z. 2 L. mit 5 L. Rand, Br. 13 Z. 2 L.

I. Vor dem Namen und Titel der vorgestellten Person, mit

den Künstlernamen.

II. Mit Langlois’ Namen und Charakter.

Folgende Blätter sind nach Zeichnungen des Cabinet Jabach,

welches später mit dem Cabinet du Roi vereinigt wurde.

I. Vor der Schrift. Sehr selten.

II. Mit den Namen der Künstler, zwischen welchen Buchstaben

des Alphabetes mit voranstehenden Zahlen zu sehen sind.

Diese bedeuten die verschiedenen Serien der Sammlung und ihrer Abteilungen, sie stehen hier in Klammern.

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