Perrin, Jean Charles Nicaise

Perrin, Jean Charles Nicaise, Historienmaler , wurde 1751 in Paris geboren, und von Durand unterrichtet, bis sich endlich Doyen seiner annahm. Beide Meister bewegten sich aber noch im Elemente der alten Schule, was auf den Schüler zeitgleich einigen Einfluss äußerte. Er erkannte zwar das bessere Streben David’s und seiner Schule, fand aber wenig Lust mehr, der üb mäßigen Strenge sich zu fügen, mit welcher jener verfuhr. All der Standpunkt der Kunst hatte sich einmal geändert, und musste Perrin vernehmen, dass er nicht nach Schönheit des Ideals trachte, dass er sich der akademischen Maschinerie nicht entäußern könne, da er die Kraft der neueren Schule nicht fühle. Indes

hatte auch Perrin viele Vorzüge, welche ihm Bewunderer verschenkt ten. Sein Stil der Zeichnung hatte zwar nicht das strengere Präge der David’schen Schule, er zeichnete nicht den Mann nach, suchte aber dagegen seine Modelle im Leben auf, und zeichnete sie mit lobenswerter Korrektheit nach, ohne sich gerade um Vollkommenheit der Form und um Schönheit des Ideals kümmern. Auch wusste er seine Bilder gefällig zu ordnen, und mit lieblichen Tinten ein angenehmes Ganze zu geben. Wo man aber strenge Charakteristik finden, so würde manches wünschen übrig bleiben. Immerhin aber ist Perrin einer der vorteilhaftesten französischen Künstler , der desswegen auch vielfach beschäftiget wurde. In seinen späteren Werken suchte er sich neueren Weise immer mehr zu nähern, und hat so im Allgemeinen mehrere schätzbare Werke geliefert. Er wurde zwar 1817 Mitglied des Instituts, doch war er Mitglied der alten k. Akademie der Malerei. Im Jahre 1800 ernannte ihn Napoleon zum Rektor der Ecole gratuite de mathématique et de dessin. Seine öffentliche künstlerische Tätigkeit entbrannte sich ungefähr von 1786 bis 1824, doch war er 1830 noch am Leben. Im Jahre 1787 malte er den Cyannipus, von seiner Tochter, der Priesterin, am Füße des Altares des Bacchus geopfert. Dieses grosse Gemälde (12 F.) erwarb ihm die akademische Mitgliedschaft. Man sieht jetzt im Museum zu Lyon. Ein kleines Bild, Cimon und vorstellend, kam nach England, und ein anderes wie Antonius, in der Hoffnung, die Cleopatra wieder zu sehen, die Wüste verbinden lässt, nach Russland. Im Jahre 1789 trug er das Ministerium auf, den Tod des Seneca zu malen, ein 12 Fuß großer Bild; noch größer aber, 42 F. hoch und 6 F. breit, ist ein gleichzeitiges Werk, welches den Tod der heil. Jungfrau vorstellt, | enwärtig im Schlosse zu Versailles. Daselbst war auch mehr albre eine Darstellung aus Lucretius, den primitiven Zustand ‘

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_cvNRGQRp4uYC/