Perrier, Guillaume

Perrier, Guillaume, Maler und Radierer, wurde zu Anfang des 17. Jahrhunderts in Mâcon geboren, und wenn François Perrier, sein Onkel, nicht sein Meister war, so galt er ihm doch als Vor- bild. Guillaume hatte indessen weniger Talent, fand aber doch Beifall. In der Minoritenkirche zu Lyon sind mehrere Gemälde von ihm, denn er flüchtete sich eines Mordes wegen in jenes Klo- sters, und starb auch daselbst 1655. Gabriel le Brun stach nach ihm St. Stephan, der mit den Schriftgelehrten streitet.

Wir haben von diesem Künstler etliche geistreiche Radierungen. Robert Dumesnil, Peintre-graveur français III, 39 ff., beschreibt vier solcher Blätter, von welchen aber nur No. 2 mit dem Namen bezeichnet ist, die andern mit Initialen versehen sind, die diesen Künstler bedeuten können.

  1. Die heil. Jungfrau rechts vor einem reich dekorierten archi- tektonischen Monumente, sitzend, hebt den Schleier über dem schlafenden Kinde in der Wiege, während drei Engel Blumen und Früchte bieten. Rechts unten steht die Jahrzahl 1617 und ein Monogramm, welches aus den Buchstaben G „P“: bildfl, aber schwer zu erkennen ist. H. 8 Z. 6 L.

„7 Z '

  1. Der Tod der Magdalena, die Heilige. rechts, links zwei Engel mit der Salbenbüchse, und in der Luft eine Glorie von Cherubim. Links am Boden: G. perier Matisconensis in. fecit 1647. Im Rande steht: Mors Sanctae Magdalenae, H. 5 Z. 1 L. mit 6 L. Rand, Br. 6 Z. 1 L.

Folgende zwei Vignetten sind in einer gedruckten Relation über eine Wunderkur des Arztes und Rathes Lazare Meys- sonier zu Lyon:

  1. Das Bildnis des Lazares Meyssonier, Medaillon, vom Erz- engel Rafael und von St. Lucas gehalten, auf einem Altare. Oben schweben zwei Engel mit einer Bandrolle: Hoc omne scibile. An der Basis des Altares steht: C. C. V. Lazari Meyssonier Cons. Medici, etc.: G. F. P. Q., unten: Act. XXI.IIX. CI9IDCLXPI. H. 10 Z. 9 L., Br. 7 Z. 5 L.

  2. Dr. Meyssonier in der Robe vor Rafael kniend, während oben in der Luft die heil. Jungfrau mit dem Kinde in einer Glorie erscheint. Im Grunde liegt der Kranke im Bette, Rechts unten ist: das Monogramm GPF. H. 10 Z. 3 L. mit ı Z. 10 L. Rand, Br. 7 Z. 5 L. ;

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