Perignon, Alexis Nicolas, Maler, wurde 1785 zu Paris geboren, wie Gabet (Dict. des artistes etc. 1831) behauptet, und trat Girodet unterrichtet. Er widmete sich der Historienmalerei, er- fertigte aber nur wenige streng historische Werke, da er mit grösserer Liebe das Feld des historischen Genres bebaut. Ausschliess- lich malte Perignon auch etliche Landschaften und Architektur- stücke. Ein Gemälde, welches 1810 auf der Pariser Kunstausstel- lung mit besonderem Beifalle betrachtet wurde, stellt Tasso vor, wie er in Rom ankommt, um auf dem Capitol gekrönt zu werden. Es ist dies überhaupt eines der vorzüglichsten Werke des Künst- lers, auch durch einen Kupferstich von Ruhierre bekannt, wel- cher 1837 zu Paris bei Rittner und Goupil erschien. Im Jahr 1824 wurde sein Bild des Michelangelo „wie dieser den von ihm gefertigten Arm eines Cupido vergräbt“ mit einer goldenen Me- daille geehrt. An diese Werke reihen sich verschiedene andere und unter diesen ist jenes, welches die Ehebrecherin vorstellt, wel- ches zu den rein geschichtlichen zu zählen ist. Es wurde auch im Kun- stblatte von 1838 S. 190 besprochen, und da heißt es, dass das Gemälde Freiheit des Vortrages, Geschmack in Anordnung, Fühl für Composition, glückliche Details, namentlich einige drucksvolle Köpfe in der Gruppe der Schriftgelehrten, nicht mehr bemerkt seyen; es wird aber bemerkt, dass es der Zeichnungs- stil fehle, nicht eben an Grazie und Correktheit, und der Colorit fand der Referent zwar blass, aber harmonisch.
Ob das Geburtsjahr des Künstlers richtig sei, möchten wir für bezweifeln, denn in den Fremdenbüchern der k. Polizeidirektion in München ist der Künstler 1833 als Mann von 52 Jahren ein- getragen. In Londen Büchern wird auch seines Sohnes Alexis erwähnt, und ebenfalls Maler ist, so dass eine Verwechslung zwischen Beiden stattfinden könnte. Den jüngeren Künstler dieses Namens kennen wir nicht näher.
Perignon, Félix: — Perini; Giuseppe Sforza. 109
seit 1816 Commissaire expert der k. Museen. In dem Werke: Description des objets d'art qui composent le Cabinet de feu M. le Baron M. Denon, Paris 1826, bearbeitete er den Theil über die Gemälde und Zeichnungen.
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