Pereda, Don Antonio de

Pereda, Don Antonio de, Maler, wurde 1500 zu Valladolid geboren, und von P. de las Cuevas in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Hierauf fand er durch den Marquis Crescenz Gelegenheit, die Malereien der k. Paläste zu studiren, was den talentvollen Künstler solchen Vorschub gab, dass er schon im achtzehnten Jahre seinen Ruf gründete. Er stellte damals ein Bild der Empfängnis Mariä mit einem großen Engelchore aus, welches so schön befunden wurde, dass man den Jüngling nicht für den Verfertiger halten wollte. Nachfolgende Werke rechtfertigen aber diese Meinung in immer höherem Grade, und bald zählte man Antonio zu den vorzüglichsten Meistern der Schule von Madrid . Seine Compositionen sind einfach und verständig, die Zeichnung korrekt, und in Glanz und Wahrheit der Farbung hat er manchmal den Murillo übertroffen. In Buenretiro ist ein berühmtes ausdrucksvolles Bild von ihm, welches den Marquis von Sant Cruz vorstellt, wie er der Stadt Genua Succurs bringt. Wir wissen nicht, ob dieses Bild sich noch an alter Stelle befinde, so wie der Besitzer desjenigen, welches er seiner Frau malte, unbekannt ist. Diese beklagte sich eines Tages, dass sie kein Kammermädchen habe, worauf Pereda ihr ein solches malte, wie es nähend auf dem Stuhle sitzt, aber, dass das Mädchen nach der Thüre des Zimmers blickt, und so täuschend, dass viele der Eintretenden mit ihr zu reden anfingen. Im k. Museum zu Madrid sind einige Gemälde von ihm, im Auslande sind sie aber selten. Die reiche Pinakothek besitzt vier Bilder von diesem Künstler: eine Gesellschaft beim Kartenspiele; zwei Olizier am Damenbrette; eine Zigeunerin, von welcher sich ein Jüngling wahrsagen lässt, und ein Bildnis. Im spanischen Museum zu Paris ist ein Gemälde mit S. Ildefonso, dem die heil. Jungfrau das Messgewand überreicht, und ein Bild des Evangelisten Johannes.

Pereda starb zu Madrid 1609.

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