Pepyn, Martin

Pepyn, Martin, Maler von Antwerpen , wurde um 1578 geboren, und wenn die gewöhnlichere Annahme richtig ist, so war Rubens sein Meister, dessen Eifersucht das aufkeimende Talent des Zög- lings erregt haben soll. Man sagt auch, Rubens sei froh gewesen, als Pepyn in Rom geheiratet, und dort zu bleiben beschlossen hatte. Er scheint indessen seinem Entschlusse nicht getreu geblie-

ben zu seyn, denn er malte 1626 in der Kirche des Hospitals Antwerpen mehrere Bilder, und auch in der Dominikanerkirche sind mehrere; lauter Werke, in welchen entschiedene Kennzeichen der Rubens’schen Schule hervortreten. Einige nennen ihn Rubens- Nebenbuhler, irrig ist es aber, wenn seine Blüthezeit bis 1630 ausgedehnt wird. Das Sterbejahr ist unbekannt. Peter de Balsfond studierte nach ihm ein schönes Blatt, welches Susanna im Bade den Alten überrascht zeigt, gr. fol.

Dann war in der gräflich Sternberg’schen Sammlung ein zweites Blatt, welches Frenzel, im Cataloge derselben III. 213, dem Pepyn selbst zuschreiben zu dürfen glaubt. Es stellt eine junge, nur leicht bekleidete, fast nackte Frau im Badezimmer sitzend dar, wie sie sich die Füße zu waschen im Begriffe ist. Bei dieser Gelegenheit liest sie einen Brief, welchen ihr der hinter einem Vorhang hervorblickende Knabe gebracht hat. Dieses schöne Blatt ist ohne Namen, 14 Z. 2 L. hoch, und 10 Z. 5 L. breit. Frenzel sagt, es sei mit ausserordentlichem Geiste radirt und dem Grabstichel vollendet; es vereinige Kraft und lieblichen Ausdruck, und kündige die Hand eines tüchtigen Meisters an. Es erinnert sich in der Arbeit den schönen Radierungen von Früyher, dem Schüler des Rubens.

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