Penni, Luca, genannt Romanus, Maler und Bruder des Obhig geboren um 1500, wird von Orlandi ebenfalls unter Rafael’s Sch ler gezählt, was die Geschichte nicht bestätigt; so viel ist al gewiss, dass er sich mit Picerin del Vaga vereiniget, und in Luc so wie an andern Orten gearbeitet habe. Alsdann ging er ‚Rosso 'nach' Frankreich , wo er in Fontainebleau malte, endli aber begab sich L. Penni nach England , wo er, ohne selbststä diges Wirken im Grossen, verschwindet. Nur für den König, wie für einige Privatleute führte er Bilder aus, seine Gemälde si aber im Allgemeinen sehr selten, so wie seine Zeichnungen, der er doch viele fertiget haben soll. Mehrere seiner Compositio nen sind gestochen und in Holz geschnitten, dass aber er sell diese Künste geübt habe, ist wohl nicht ganz erwiesen, so auch nicht alle Blätter nach seiner Zeichnung gelertiget sind, w che die Buchstaben L. P. und L. P. R., oder ein aus diesen z sammengesetztes Monogramm tragen. Es wird überhaupt schw ‚seyn, hierin 'ganz genaue Angaben zu liefern, -da selbst die a
den Blattern befindliche Jahrzahl wenig beiträgt, weil man nı weiss, wann der Künstler gestorben ist. Sicher ist es aber unrıc tig, wenn wir bei Rost lesen, dass Penni nach A. Tempesta € mit 1501 datirtes arabisches Testament in Holz geschnitten bal Damals war der Künstler sicher schon längst tot. Wir lassen h! eine Auswahl solcher Blätter folgen, nach den Stechern. S. au Lorenz Penni.
Anonym, oder bloß mit dem Namen des Malers bezeichn Venus beweint den Adonis, seltenes Blatt; die Griechen ?' hen das Pferd in die Stadt Troja, grosse Composition, be! von einem alten Meister der Schule von Fontainebleau ! dirt. — Carro di Diana, Diana auf Wolken in ihrem
en von zwei Hunden gezogen, in der Manier des Aß° eneziano. — Eine Schlacht, im Geschmacke von °‘S ches gestochen, — Die Dornenkrönung, nach Rosso © L. Penni, angeblich von L. Cardi, aber richtiger voP Boivin gestochen. — Die heil. Jungfrau mit dem Kinde ‘ Fusse des Baumes sitzend, dabei Johannes und St. Ann2. Eine heil. Familie mit einer Landschaft, Luca P. bezeichn u. fol. — Der trunkene Silen, von zwei Satyrn auf er Veinkufe gehalten, L. P. R. in. — Eine Kreuzabpe mung. — Amphitrite. — Ein Faun mit einem Salyr,
Penni, Luca. — Das Horn bläst. — Jupiter als Satyr bei Autiope. — Eine junge Badende mit Amor zu ihren Füßen.
Aven, Leo d’, oder L. Thiry, der Göttergarten, in der Mitte mit dem geweihten Baume, und jede andere Gottheit mit dem ihr geheiligten Baume, merkwürdiges Blatt von 1547. — Diana und die Nymphen in der Barke verfolgen einen Hirsch, schöne Composition. — Adonis und seine Jäger verfolgen einen großen Hirsch durchs Wasser. — Vulcan und seine Cyklopen schmieden die Pfeile des Amor, hervorragende Composition. — Mars und Venus von Amor und Grazien bedient. — M. Curtius stürzt sich in den Abgrund, im Geschmacke des L. d’Aven gestochen.
Avibus, Casp. ab, s. G. Ghisi,
Boivin, R., eine schlafende Nymphe mit Amor vom Faun belauscht, Luca P. Inue; andere mythologische Darstellungen, mit Lucas P. R. bezeichnet. — Susanna im Bade.
— Coriolano, B., ein Mann, welcher vor einer Königin kniet, die mit ihrem weiblichen Gefolge rechts sitzt, ein Fries, mit dem Monogramm L. P. R. bezeichnet.
Galle, Ph., nackte Krieger, welche bei einem Begräbnisse Menschen tödten.
Ghisi, G., Apollo auf dem Parnass, umgeben von den Musen, großartige Composition. Casp. ab Avibus hat dieses Blatt copirt. — Orion trägt die Diana auf den Schultern, schön gezeichnetes Blatt. Casp. ab Avibus hat dieses Blatt copirt. — Venus im Bade von einem Rosenstrauch verwundet. Copirt von C. ab Avibus und von einem Monogrammisten, welchen Bartsch nicht kannte. — Die Verläumdung, welche die Unschuld vor dem dummen Richter anklagt, merkwürdige Composition. — Der Traum des Rafael, oder die Melancholie des Michel Angelo, eine der merkwürdigsten Compositionen, gewöhnlich dem Rafael zugeeignet, von Einigen jedoch dem L. Penni beigelegt, weil die Zeichnung mehr im Stile des L. Penni gehalten ist.
- K., vier Nymphen in einem Bade vom Satyr belauscht, 1564.
Laure, E. de, Loth mit seinen Töchtern, Luca Penni inv. 1564, vorzügliches Blatt, qu. 12. — Der Tod des Adonis. — Lucretia, halbe Figur.
Matheus, Georg, Diana im Bade mit ihren Nymphen verwandelt den Aktäon in einen Hirsch, rechts vorn wird er von den Hunden zerrissen, Hell-Dunkel von vier Platten. H. 12 Z. 6 L. Br. 16 Z. 4 L. Bartsch, XI, p. 106, behauptet, dass man auf diesem Blatte Folgendes lese: L. Vickes. Pen. D, R. Anna inventor. Darunter erkennen Einige Lucas Penni den Römer, auffallend ist aber der Name Anna. Diese war eine Tochter des Matheus, und beide schnitten die Platte in Holz,
Ransonette, N., die Bildnisse der Diana von Poitiers und der Anna Sorel, jene die Geliebte Heinrichs II., diese Carl’s VIII., zwei Blätter.
Rota, M., die Grablegung Christi, Compositionen von neun Figuren.
Wierx, H., die Geisslung Christi, bezeichnet M. Lucas Roms inventor.
Nagler’s Künstler-Lex. Bd. XI. 6
Huber und Rost, Handbuch etc. III. 146, legen dem Künstler radirte Blätter bei; allein es ist nicht ausgemacht, dass sie alle ihm herrühren. Wir fanden keines, auf welchem er sich ganz stimmt als Radierer bezeichnet. Diese Blätter sind aber selten, wie fast auch alle Stiche nach ihm.
Abraham im Begriffe, den Sohn zu opfern, nach Primaticcio, kl. fol.
Heiratsszene der heil. Catharina, nach Primaticcio, kl. fol. ;
Susanna im Bade von den beiden Alten überrascht, nach Rosso, kl. fol.
Jupiter verwandelt Callisto in einen Bären, nach Primaticcio, kl. fol.
Penelope arbeitet mit ihren Weibern, nach demselben, kl. fol.
Cupido zieht Pfeile aus dem Köcher Cupido’s, nach Rosso.
Zwei Satyrn, welche dem Bacchus zu trinken geben, nach Rosso.
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