Pencz, Georg,
a) Der Stolz, Superbia. Omnes despicio. Links oben das Zeichen.
b) Der Geiz. Avaritia. In copia sum inops. Links unten das Zeichen.
c) Die Trägheit, Pigricia. Invisa sum omnibus. Rechts oben das Zeichen.
d) Die Völlerei, Gula. Innumeros occido. Rechts an der Mauer das Zeichen.
e) Der Neid. Invidia. Me ipse tabu facio. Rechts unten das Zeichen.
f) Der Zorn. Ira. Furore brevis sum. Links oben das Zeichen.
g) Die Unkeuschheit. Ego venum omnia vasto. Links oben das Zeichen.
- — 116) Die fünf Sinne, Folge von 5 Blättern mit weiblichen Gestalten und Attributen, H.2 Z. 10 — 11 L., Brn 1 Z. 11
a) Das Gehör. Rechts oben: Auditvs und das Zeichen. Im unteren Rande: Truxa per auditv. Bartsch besitzt eine Copie, welche, zwar mittelmäßig, doch täuschen könnte. Man erkennt sie am Buchstaben R im Wort Truxa, welcher einen langen Schweif hat.
b) Das Gesicht. Links oben steht: Visus und das Zeichen. Man bemerkt auch die Spuren des Wortes Olfactvs, im unteren Rande: Linx Visve.
c) Der Geruch. In der Mitte oben auf der Bandrolle: Olfactvs. Im unteren Rande: Milvvs Odore.
d) Der Geschmack. Links unten: Gustvs und das Zeichen. Im unteren Rande: Simia nos superat gustv.
e) Das Gefühl. In der Mitte oben: Tactvs und das Zeichen. Im Rande: Sed araneca tactv.
- — 117) Die freien Künste, sitzende weibliche Gestalten mit Attributen und einem geflügelten Genius, Folge von 7 nummerierten Blättern, H.2 Z. 9 L., Brn 1 Z. 11
Es gibt davon sehr täuschende Copien, die nur im Blatt der Arithmetik wesentliche Merkmale bieten, und zwar der Rechentafel:
Copie: 7 (verkehrt) 116 ; 17 (verkehrt) 04 (verkehrt) 0001.
Original: 2 (verkehrt) 116 7 7 47 (verkehrt) 04 (verkehrt) 2 (verkehrt) 001.
a) Die Grammatik. Links unten auf dem Täfelchen: Grammatica, und das Zeichen.
b) Die Dialectik. Links oben: Dialectica, und das Zeichen.
c) Rhetorik. Links oben: Rhetorica, und das Zeichen.
d) Arithmetik. Rechts oben: Arithmetica, und links oben das Zeichen.
e) Musik. In der Mitte oben: Musica, und das Zeichen.
f) Die Geometrie. In der Mitte oben: Geometria.
g) Die Astrologie. In der Mitte oben: Astrologia.
- — 123) Die sechs Triumphe nach Petrarca’s Beschreibung,
Folge von 6 Blättern mit schönen, reichen Compositionen. H. 3 Z. 2–7 L., Br. 7 Z. 8–9 L. Bei Weigel 10 Thl.
a) Der Triumph des Amor. Im Rande: Libertvs., quo- pniam nulli etc. Rechts unten das Zeichen. :
b) Der Triumph der Keuschheit. Oben steht: Non illie studium etc. Das Zeichen rechts.
c) Der Triumph des Ruhms. Oben: Fama — — abolere vetvstas. Gegen die Mitte nach oben das Zeichen.
d) Der Triumph der Zeit. Auf einer Art Tafel: Tempvs edax etc. Links in halber Höhe das Zeichen.
e) Der Triumph des Todes. Unten auf einer Bandrolle: Nascentes morimur etc. Rechts nach unten das Zeichen.
f) Der Triumph der Ewigkeit. Im unteren Rande: Vt vento — avtare devm, und das Zeichen. :
Vase mit aufsteigendem Blätterwerk, zwischen einem nack- ten Manne und einer nackten Frau mit Thierfüssen. Unten auf dem Täfelchen das Zeichen. H. 2 Z. 7 L., Br. 2 Z. 2 L. Eine Vase mit Laubwerk, rechts und links von einem nack- ten Manne und einer nackten Frau umgeben, welche statt der Arme Bandrollen haben. In der Mitte unten das Zei- chen. In gleicher Grösse,
- Eine Laubverzierung auf schwarzem Grunde. In der Mitte
unten das Täfelchen mit dem Zeichen. H. 2 Z., Br. 9 Z.
Bildniss des Churfürsten Johann Friedrich von Sachsen, des Grossmüthigen, in einer Einfassung von 14 Schilden. Un- ten: Spes mea in deo est. Johannes Fridericus dei benefi- cio Saxoniae dux. — — Das Zeichen und die Jahrzahl 1543. H. 15 Z., Br. 11 Z. 5 L.
Eine anonyme Halzschnitt-Copie hat deutsche Aufschrift. Sie ist etwas größer.
Irrig werden ihm beigelegt:
Das Bildniss des Gregor Peins. In der Mitte oben: Imago Gregori Peins, links etwas tiefer das Zeichen von G. Pencz. H. 22.6 L., Br. 32. |
Das Bildniss der Frau des G. Peins. Oben: Imago daxore Gregori Peins. Rechts das Zeichen des G. Pencz. In glei- cher Grösse.
Diese beiden Blätter hat ein Unbekannter gestochen, ganz in der Weise unsers Künstlers. Sie sind beide an einem Platte gestochen, es ist aber schwer, selbe auf einem Blatte zu finden. Man findet sie häufig durchschnitten.
Nachtrag von Blättern, welche Bartsch nicht kannte, die aber dem G. Pencz angehören sollen, und selten zu fin- den sind.
Der Leichnam Christi auf dem Schooße der ohnmächtigen Mutter. Die Füsse erfasst eine heil. Frau. Diess ist Copie nach Marc Anton, mit G. P. F. bezeichnet,
Nackte Männer und ein Weib sitzen bei einander am Bette,
Zwei Kinder, welche mit einem Löwen spielen, nach Ba- fael’s Zeichnung.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_cvNRGQRp4uYC/