Pechmann, Heinrich Freiherr von

Pechmann, Heinrich Freiherr von, Architekt und Ingenieur , königlich bayerischer Oberbaurath, wurde 1776 zu Regen geboren, und schon hatte er sich in Regensburg und Amberg zum Übertritt an eine Universität vorbereitet, als er 1792 als Lieutenant in Kriegsdienste trat, aber ohne dass diese seinem wissenschaftlichen Streben ein Ende machten. Er studirte mit Eifer Mathematik, um in das Ingenieurcorps oder zur Artillerie überzutreten zu können, allein der Ausbruch der französischen Revolution vereitelte seinen Vorsatz. Bayern stellte damals sein Contingent zur Reichsarmee; F. von Pechmann trat als Freiwilliger in dasselbe, und zeichnete sich in jener kriegerischen Periode so sehr aus, dass er einer der ersten war, welche den damals errichteten Militär-Verdienstorden, den nachmaligen Max-Josephorden, erhielten. Aber alles dieses konnte seine Neigung zur Wissenschaft und Kunst nicht unterdrücken, und nachdem der Feldzug von 1800 mit der unglücklichen Schlacht von Hohenlinden sein Ende erreicht hatte, suchte er ernstlich um eine Anstellung in einem technischen Corps nach. Allein die Sache war damals mit Schwierigkeiten verbunden, und so beschloss Pechmann, des Infanteriedienstes überdrüssig, seine bisherige Laufbahn zu verlassen und in Civildienste überzutreten. Seine neue Bahn betrat er als Bauinspektor in Würzburg, aber schon nach wenigen Jahren ernannte ihn der Erzherzog Ferdinand, der mittlerweile Würzburg erhalten hatte, zum Baudirektor. Als Würzburg an Bayern gelangte, kam auch von Pechmann wieder in Dienste seines Vaterlandes, ohne von der General-Direktion des Wasser- und Strassenbaues unter Wiebeking abhängig zu sein. Als letzterer 1817 in den Ruhestand versetzt worden war, wurde Pechmann in die damals errichtete Centralbehörde, der zuerst die Leitung des Wasser- und Strassenbaues und in der Folge das gesammte Staatsbauwesen anvertraut wurde, als Oberbaurath berufen. Er hatte von nun an einen wesentlichen Anteil an allen neuen Einrichtungen, welche bald dem gesammten Staatsbauwesen eine veränderte Gestalt gaben, und die Bildung und Anstellung fähiger Baubeamten erleichterten und beförderten. Zur Erreichung dieses Zweckes trugen auch Pechmann’s Schriften bei. Im Jahre 1822 erschien eine kleine Schrift über den Zustand des Wasser- und Strassenbaues in Bayern, und eine Anleitung zum Strassenbaue, welche 1835 die zweite Auflage erlebte. Von seiner Anleitung zum Flussbaue, welche 1825–26 in zwei Bänden erschien, wurde schon 1835 eine zweite Auflage veranstaltet, da dieses zweckmäßige Werk in den meisten süddeutschen Bauschulen als Lehrbuch für diesen Zweig der Baukunst eingeführt wurde. Im Jahre 1825 begann von Pechmann auch die Herausgabe von Jahrbüchern der Baukunst, wovon 1828 das zweite und 1832 das dritte Heft erschien. In diesem letzten Heft findet man eine interessante Zusammenstellung aller vom geheimen Rathe von Wiebeking in Bayern ausgeführten Bauwerke, was um so schätzbarer ist, da bereits der größte

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