Pausias, Maler von Sicyon, Brietes’ Sohn und Pamphilos ’ Schüler, war Zeitgenosse des Apelles . Damals war wissenschaftliche Bildung, künstlerisches Bewusstsein, die höchste Genauigkeit und Leichtigkeit in der Zeichnung die Hauptauszeichnung der sicyonischen Schule, und durch Aristides von Theben und durch unseren Künstler wurde die enkaustische Malerei ausgebildet. Von ihr beginnt die Malerei der Felderdecken, früher wurden die Lacynerien in den Tempeln nur mit gemalten Sternen u. dgl. verziert, Pausias führte aber die hernach gewöhnlichen zierlichen Deckenbilder, aus einzelnen Figuren, Blumen, Arabesken bestehend, in den Zimmern ein. Pausanias zählt mehrere Werke des Künstlers auf, welche im Alterthume sehr zahlreich gewesen sein müssen, da Pausias schon als Schnellmaler vorkommt, der alle Tage ein Bild malte (nuepnoı0s xivaE), Lieblich war das Bild der Kranzflechterin Glycera, welche Pausias als armes Gärtnermädchen liebte, wie sie Kronen fertigte und verkaufte. Er malte sie auch mit einem Blumenkranze, und dieses köstliche Bild wurde Stephanopolis oder Stephanepolos genannt. Eine Copie davon erkaufte Lucullus für zwei Talente. Zwei andere Bilder des Pausias waren zu Epidaurus, von welchen Pausanias erzählt. Da malte er im Tholus den Cupido, wie er Bogen und Pfeile weggeworfen, und eine Leyer hielt. Als Meistertüüc der Verkürzung und Schattirung rühmt Plinius noch den schwarzen Stier in einem grossen Gemälde, welches das Opfer eines solchen Thieres vorstellte, im Porticus des Pompejus zu Rom. In dieser Art von kunstreicher Darstellung war Pausias ebensfalls der erste. Später wurde er nachgeahmt, aber nicht übertroffen.
Dann wissen wir aus Plinius auch, dass Pausias die Wandgemälde des Polygnot in Thespiä restauriert habe.
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