Pauditz, auch Paudiss und Pudiss

Pauditz, auch Paudiss und Pudiss, Christoph, Maler, wurde um 1618 in Niedersachsen geboren, wie Descamps wissen will, seine Ausbildung erlangte er in Rembrandt’s Schule. Später kam er nach Bayern , und wurde Hofmaler des Bischofs von Freising, als welcher er auch Gelegenheit fand, seine Bilder an den Herzog nach München zu bringen. Seine Werke werden noch immer sehr geschätzt, und in den ansehnlichsten Gallerien aufbewahrt, wie in der königl. Pinakothek zu München, wo man von Pauditz das lebensgrosse Brustbild eines Lautenschlägers, und ein Tierstück sieht, den Wolf vorstellend, wie er ein Lamm zerreißt, was den Fuchs zur Mahlzeit heranzuschleichen reizt. Dieses war das letzte Werk des Künstlers, welches ihm das Leben kostete. Er malte es in die Wette mit Franz Rosenhof, auch Roster und Rüszler genannt, welchem das Schiedsgericht den Vorzug gab, worüber Pauditz einen solchen Ärger fasste, dass er in Folge desselben zu Freising starb. Dies muss 1666 geschehen sein, denn auf der Rückseite des Bildes steht: Cristoffler Paudiss 1666. Dieselbe Jahrzahl trägt auch das Bild seines Gegners, welches ebenfalls in der Pinakothek zu München aufbewahrt wird. Im Dome zu Freising ist von ihm ein Altarbild , welches die Vertreibung der Käufer und Verkäufer aus dem Tempel vorstellt. In der königl. Gallerie zu Schleißheim ist die lebensgrosse halbe Figur eines bärtigen Alten mit der Pelzmütze auf dem Kopfe, der eine Schreibtafel hält, und ein alter Bauer, der mit seinem Weibe tanzt, Christopher Paudiss bezeichnet. In der k. k. Gallerie zu Wien ist von Pauditz ein heil. Hieronymus in der Wüste, ein Alchimist, ein rauchender Schwarzwälder Bauer und zwei Köpfe. In der königl. Gallerie zu Dresden sieht man das Bild eines Mannes, welcher vor einer Dame schreibt, und das Portrait des Künstlers. Die Tierstücke scheinen selten zu sein, Füssly glaubte sogar, man müsse den Pauditz von einem Bauditz unterscheiden, der nach seiner Angabe in Darstellung von toten Vögeln und wilden Tieren berühmt gewesen sein soll. Dass unser Christoph Pauditz auch Tiere gemalt habe, ist indessen gewiss, und er hat es auch nicht verschmäht, Kleinigkeiten zu malen. Wir sahen von ihm

Paudivs. — Paul, J. S.

ein Bildchen, welches nur eine etwas geschwärzte weiße Wan vorstellt, an welcher eine kleine Gypspfeife hängt, mit großer Wahrheit gemalt, und mit dem Namen Pauditz versehen. Prene stach das Bild des Alchimisten in der Wiener Gallerie, und Bal zer jenes eines flamändischen Bauern.

Es dürfte diesem Künstler auch ein eigenhändig radirtes Blatt angehören, welches das Jesuskind in der Wiege von drei Engeln angebetet vorstellt. Rechts ist die heilige Jungfrau, und unter einem gogelünglichen Joseph, bezeichnet: C. P. 1647. H. 8 Z. 9 L.

r. 7 Z.

Mit diesen Buchstaben und der Jahrzahl sollen auch Gemälde und Zeichnungen des Künstlers bezeichnet sein.

Paudivs, nennt Ticozzi irrig den obigen Pauditz.

Pa Pa

uelsen 2 s. Paulsen.

Ul‚ fl\l0h Pfl\lh und dO Pfl.lll$‚ .Afldl'088, Kupferstecher wurde um 1508 in Holland geboren, man weiß aber nicht, unter welchen Umständen er gelebt hat. Es finden sich etliche Blätter von seiner Hand, die mit jenen des J. Ant. Pauli verwechselt wer- den könnten. Ueber ein anderes Blatt, welches ihm angehören dürfte, siehe das Werk Titian’s No. 3.

  1. Das Bildnis des Arztes N. Bulius, 4.

  2. Titian und seine Geliebte, eine verkleinerte, gegenseitige Copie von A. van Dyck’s schönem Blatte. A. Pauli unten vier lateinische Verse,

  3. Ein Zahnarzt, welcher einem jungen Manne den Zahn aus- bricht, Gruppe von acht halben Figuren, nach Th. Roelants De touts les maux etc. Andre Paul sc. Bonenfant excud. Interessantes Blatt, qu. fol.

Die Verläugnung Petri, Figuren bis ans Knie, nach G. Seghers, And. de Paullis fec., gute Copie nach Bolswert unten vier lateinische Verse, gr. ä

  1. Die Madonna, welche das Kind stillt, nach Rubens, fol.

  2. Bacchus und Ceres, nach B. Spranger, fol.

  3. — 10) Entrée et Reception de Marie de Médicis dans le vulle; ido Mons, Bruxelles et Anvers 1631. Drei Blätter u. o.

  4. Eine Folge von 50 numerierten Blättern mit Emblemen unte folgendem Titel: Mundi lapis lydivs, sive emblemata mora- lia Antonii a Burgundia — in quibus Vanitas et Veritaten falsi accusatur et convincitur etc. Antwerpiæ ex aenea typographia Ioannis Galle, Das Titelblatt ist von Diepenbeck bezeichnet. Die Embleme sind in Ovalen, 2 Z. 10 L. hoch Z. breit.

Diese Blätter sind mit dem Namen Andreas Pauli, mit einem Monogramme, und teilweise gar nicht bezeichnet. Das Titelblatt: De generale Legende van alle Heylighen de gheheelen Jares etc. ... door Heer Loys Joseph D’hu vattere. T’hantwerpen by C. J. Trognesius MDC.XXVII, 4

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_cvNRGQRp4uYC/