Patrocles, Bildhauer und Erzgiesser, blühte mit Canachus u. a. um Ol. 95, wie aus den Zeugnissen des Plinius und Pausanias erhellt, Letzterer benachrichtet, dass von Patrocles zu Delphi einige Sta- tuen von Männern seyen, die mit Lysander bei Aegospotamoi den Sieg errungen hatten, was sich Ol. 94, 4, vor Chr. 405, ereignete. Pli- nius sagt, dass der Künstler Statuen von Athleten, Jägern und Opfernden gefertigt habe. Diese Werke mussten bedeutend ge- wesen sein, da Patrocles zur Zeit lebte, in welcher Phidias und Polyclet die höchste Blüthe der Kunst entfaltet hatten. Das Vater- land des Künstlers ist nur mutmasslich zu bestimmen. Sein Sohn und Schüler Dädalos wird bei Pausanias ein Sicyonier genannt.
Es gibt auch einen Bildhauer dieses Namens aus Croton, von weichem zu Olympia die Statue des Apullo war, ein Weihgeschenk der Epizephyrischen Lucrer. Patrocles schnitzte das Bild aus Bux, und das Haupt war verguldet. So benachrichtet Pausanias, be- stimmt aber die Lebenszeit des Meisters nicht.
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