Pater oder Paterre, Jean Baptist

Pater oder Paterre, Jean Baptist, Maler, wurde zu V Jenciennes geboren, wo sein Vater Bildhauer war, der 1740 noch lebte. Der Sohn ging nach Paris , um bei A. Wateau die Malerkunst zu erlernen; allein der Meister sorgte wenig um ihn, und so war Pater sich selbst überlassen. Er malte jetzt mit angestrengtem Fleisse Bilder auf Bilder, um sich Geld zu erwerben, und kümmerte sich nur darum, wie er gerade dem Kunstsinne der da maligen Zeit zu seinem Vortheile genügen könne. Um Korrektheit der Zeichnung, um eine durchdachte Komposition, um Genauigkeit war es ihm wenig zu thun. Er gehörte indessen dennoch zu den Modernmalern, dessen Werke sogar in Kupfer gestochen wurden. Friedrich der Grosse hatte 30 solcher Bilder, worunter jene aus Scarron’s komischem Roman die besseren sind. Gault de S. Germain sagt, man könne Pater’s Kunstweise vornehmlich aus zwei Blättern kennen lernen, welche unter folgendem Titel bekannt sind; Ragotin trouve des Bohemiens dans sa maison.

Campagne, von l'Epicié gestochen; Madame de Bovillon ouvre la porte à Ragotin, et lui fait une basse au front, von Surugue,

Diese beiden Künstler, dann Audran, Jeaurat, Scotin u. a. sta- chen die Darstellungen aus Scaron’s Roman caumique, eine Folge von 16 Blättern in qu. fol. P, le Bas, Fillocul, J. Tardieu, Ra- venet, Duflos, A.:de la Live haben ebenfalls galantes Zeug nach ihm gestochen. Von le Bas hat man auch ein Bildniss der Schau- spielerin d’Angerville als Thalie, und le Vivandiers de Brest. Pa- ter starb 1730.

Pater y Alcazar, Luis. Paternia*, s. Patenier, Patina, s. Ph. Adler.

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