Patenier, Joachim, einer der merkwürdigsten Künstler aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der neben Heinrich de Bleue
Die Landschaftsmalerei zur selbstständigen Kunst erhob. Die Landschaft behauptet zwar schon in den Werken der Eyck’schen Schule eine bedeutende, aber doch noch untergeordnete Stelle, einfindlich aber ließen einzelne Künstler dieselbe immer mehr hervortreten, und die ihr vorgehende heilige Handlung, deren man noch nicht ganz zu entbehren wagte, wurde zur bloßen Staffage der Landschaft, vornehmlich bei Patenier und seinen Mitstreitenden. Allein diesen ersten selbstständigeren Landschaften fehlt es, bei der Überfülle des Details, bei noch nicht ausgebildeter Luftperspektive, noch mehr oder minder an Totalwirkung und an dem Ausdrucke einer durchgreifenden Stimmung. Jene Meister liebten namentlich allerhand phantastische Bergformen, die noch selten zu einem harmonischen Ganzen verbunden erscheinen, und darin ist noch eine kindliche Lust am Bunten und Vielfältigen vorherrschend, wie denn auch die Ausführung bis in die tiefste Ferne hinaus detaillierend und sorgfältig bezeichnend ist. Vergl. Kusgler Gesch. der Malerei II, 152, Beschreibung der Gemäldegalerie des königl. Museums in Berlin 190. Waagen, Kunst und Künstler II, 152. Letzterer fand bei Vergleichung der Werke dieses Künstlers, dass in den Charakteren und Motiven immer der Einfluss des Lucas van Leyden sichtbar sei, und somit könnte er ein Schüler desselben gewesen sein.
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