Passini, Johann, Kupferstecher , wurde zu Wien geboren, und daselbst auch zu einer Kunst herangebildet, in welcher er sich schon seit mehreren Jahren mit Auszeichnung bewegte. Passini besuchte die Zeichnungsschule der k. k. Akademie, und als er hier mit allem Eifer einige Zeit zugebracht hatte, fing er an, unter Leitung des Professors J. G. Mannsfeld in der Kupferstecherkunst sich auszubilden. Er machte in kurzer Zeit in allen Zweigen die- ses Kastfaches reissende Fortschritte, und so nannte man schon 1817 seinen Namen mit Ehren. Damals erschienen von ihm sechs radirte Blätter mit Hundsköpfen, nach Hamilton, und sofort eine große Anzahl anderer Blätter, von welchen mehrere zu den vor- züglichsten Erzeugnissen der neueren Chalkographie gehören. Eine große Anzahl ist in verschiedenen Werken vereinigt: in Pezzel’s Skizzen von Wien , in den Feierstunden, in Castelli’s Taschen- buch „Huldigung der Frauen,“ in Lichnowsky’s Denkmalen der altdeutschen Baukunst, in Hormayr’s Taschenbüchern, im malerischen Deutschland etc. Besonders nennen wir:
Das Bildnis Kaiser Carl V., nach Titian,
Jenes der Johannna von Arragonien.
Bildnis A. Dürer’s, Brustbild im Octogon, 412..
Die kaiserliche Familie, wie sie 1854 unter Kaiser Franz I. bestand, 37 Bildnisse in ganzer Figur, nach einem Aqua- reilgemälde von Ferdi, und der Kaiserin Carolina Augusta dedicirt, gr. rpy. qu. fol. . . .
Dazu gehört ein eigenes Erklärungsblatt. Preis 13 Thlr. 8 gr. ' ' ' 5) Das Bildnis von J. C. Erhard, nach J. A. Klein radirt, fol.
Mehrere Ideale und Porträts nach Fendi.
Christus und die Frauen, nach L. Cranach, kl. fol.
Die Kreuzigung Christi, nach Tintoretto, fol.
Der schützende Engel, oder das Kind in einer Gebirgslandschaft vom Engel beschützt, schöne Composition von F. Tkadlick, 1823, gr. fol. Liebliches Blatt.
Der Graf von Habsburg, nach Schiller’s Ballade von Fendi gemalt, 1834, qu. fol. Vor der Schrift 5 Thlr. 8 gr.
Rudolph von Habsburg mit dem Priester, nach Schiller’s Ballade von Fendi gemalt, vorzügliches Blatt, gr. qu. fol.
Die heilige Familie, nach A. del Sarto, für das bei C. Haas
„Erschienene Werk der k. k. Bildergallerie gestochen, s.
. wie: . 13) Der Sieger, nach Rubens, ein vorzügliches Blatt. 14) Die Schatzgräberin, nach Ryckaert, sehr gelungen.
- Ein Blatt nach N. Berghem, sehr malerisch und angenehm
behandelt. . 16) Ein Thierstück, nach Paul Potter. 17) Der Räuberüberfall, nach Wouvermans, etc. 18) Eine croatische Bauernscene, nach RKlein, kl. fol.
- Die im Sturme heimkehrenden Aelpler, nach Iü(‘nuennann‚i
Geschenk des Wiener Kunstvereins 1840, qu. fol.
- Wien nebst Umgebung. Gen. Ansicht von Wien mit der
Spinnerin am Kreuz, nebst 12 Randbildern, qu. roy. fol. 20) Eine Gegend aus dem Prater, qu. fol. 22) Eine Fo?
zeichnungen. „ 23) Vier grosse Landschaften aus Brasilien, nach Th. Ender. 24) Eine Folge von Hundsköpfen, nach Hamilton, 6 radirte
Blätter, von Mansfeld beendigt, gr. qu. 8.
Im ersten Drucke vor den Namen der Künstler.
ge von 15 Landschaften aus Polen, nach Hand-
. . ® l . Passot, Gabriel Aristide, Maler zu Paris, wurde 1707 zu Ne-
vers geboren, und von Millet unterrichtet. Er malt Bildnisse in
Miniatur und in Aquarell, und besonders zahlreich sind letztere. ‘ Seine Bilder gehören aber zu den besseren ihrer Art. Passot ist
noch gegenwärtig in Paris thätig.
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