Passari, Bernardo

Passari, Bernardo, Zeichner, Maler (?) und Kupferstecher , arbeitete in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Rom , schon um . Ob er Maler gewesen, ist nicht vollkommen bestimmt; man vermutet nur, dass er sich als solcher nach Zuccaro gebildet habe. Bartsch glaubt, dass Passari nur Zeichner und Kupfer- stecher gewesen. Bartsch hat im Peintre graveur XVII. 27 ff. zuerst die Blätter dieses Künstlers von jenen des B. Fasserotti geschie-

den, da sie häufig verwechselt wurden; wozu L. Crespi im dritten Bande der Felsinag pittrice des Malvasia Veranlassung gab.

Es haben auch andere Meister nach seinen Zeichnungen gestochen. Graf Sternberg -Manderscheid (Catalog von Frenzel I. 467) besass eine Sammlung von 170 vorzüglichen Blättern, von A. Col- Jaert, H., A. und J. Wierix, C. de Mallery sehr zart gestochen. Dabei sind auch 25 Copien, in China zum Gebrauche der Mis- sionarien zart in Holz geschnitten, mit chinesischen Unterschrif- ten. P. Perret hat eine heil. Familie nach ihm gestochen; C. Cort: den Tod des heil. Hieronymus in der Wüste, 1577, auch in drei Copien vorhanden, dann die heil. Familie in einer Landschaft, wie Ag. Carracci copirt hat; Ph. Thomassin: den todten Hie- ronymus, von St. Anton gefunden, und einen grossen Schild, auf welchem der Kampf zwischen Meergöttern und geraubten Frauen dargestellt ist, schön in Composition und Stich; G. v. Veen: die Marter der heil. Catharina, 1507, und N. v. Aelst: Alexander den Grossen und J. Cäsar zu Pferd, dann auf einem Blatte zwölf Ab- bildungen geputzter Pferde zu einem Caroussel in verzierten Ein- fassungen, 3 seltene Blätter in gr. qu. fol. Dann finden sich auch

16 Blätter in gr. fol., welche Christus, die Apostel und Evange- listen darstellen, grosse Figuren, mit den Darstellungen ihrer Wünder umgeben, und bezeichnet: Bernardus Passerus Romanus inventor. J. Orlandi formis 1602. Diese Blätter hat Passari viel- leicht nicht selbst gestochen; auch ist es nicht ausgemacht, ob er 1602 noch gelebt hat.

  1. — 54) Die Stiche in Laurentii Gambarae Brixiani rerum sa- crarum liber etc., Antverpiae apud Ch. Plantinum 1577, 4. Auf dem Titelblatte, mit architektonischer Verzierung und dem Wappen Pabst Gregor’s XIII., steht auch: Bernardinus Passarus Ro.; inv. In diesem Buche sieht man Gambara selbst abgebildet, mehrere Cardinäle zu den Füssen Gre- gor’s, Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente, aus der Legende, betende Cardinäle, Bittblätter gegen die Umgriffe der Türken, Exvoto’s, Wappen, Sinnbilder, einige 4 Z. 6 L. hoch und 3 Z. 6 L. breit, andere 3 Z. 9 L. hoch und 5 Z. breit, Nur wenige sind in anderem Kor- mate.

  2. — 60) Das Leben und die Marter der heil. Cäcilia mit ih- ren Gefährtinnen, 15 numerirte Blätter, unter dem Titel: Vita et martyrium S. et gloriosae Christi Virginis et Martyris Caeciliae — ad excitandam piorum devotionem Petri Fu- Joy Presbiteri et J. V. D. Rom. cura et sumptibus expressa, H. 6 Z., Br. 3 Z. 9 L.

  3. Die heil. Familie in einer Landschaft, Maria mit dem Rinde unter einem Baume sitzend, Joseph monitus in somnis etc., Bernardinus Passarus inventor incidebat 1583. H. 15 Z., Br. 10 Z. 5 L. Selten.

  4. Die Ruhe auf der Flucht, in Aegypten, Maria reicht dem Kinde zu Essen, und Joseph bringt ihm Kirschen. Joseph monitus in somnis etc. Sts, Fors. (Statiis furmis) Romae 1584 — — Inventor Bernardinus Passarus. H. 15 Z., Br. 10 Z. 6 L. Die ersten Abdrücke haben Statius’ Adresse nicht.

  5. Christus bei der Samariterin am Brunnen. Ego sum qui loquor tecum. Links unten die Buchstaben P.P.F. H. 8 Z. 6 L.; Br. 5 Z. 9 L.

Bartsch sah einen Abdruck, wo rechts unten ein laufender Hund angebracht ist, als späterer Zusatz, so dass es Abdrücke ohne denselben geben muss.;

Die Auferstehung des Heilandes, in architektonischer Ein- fassung. Bernardus Passarus, Rom, F. Romae MDLXXVII. ‘ Apud Ant. Lafreri. H. 16 Z. 6 L., Br. 11 Z. 9 L.?

Das Leben des heil. Franz von Assisi, 10 Darstellungen auf einem Blatte um das Bild des Heiligen herum. Dieses Blatt ist ohne Namen des Stechers, Barisch erklärt es aber für ein sicheres Werk des Künstlers. H. 18 Z. 6 L., Br. 9 Z. 8 L.

St. Anton findet den Eremiten St. Paul tot in den Armen der Engel. Berardinus Passarus inv. et fecit 1582. — Pavlo Gratiani formis Romae 1582. Im Rande sechs lateinische Verse: Seoruieras Christo vıvens etc. H. 14 Z. 4 L., Br. 9 Z. 10 L. Bartsch wusste nichts von späteren Abdrücken mit der Adresse des P. de Nobilibus. Ein erster Druck vor der Adresse bei Weigel 2 Thlr. ®

  1. St. Dominicus empfängt von der heil. Jungfrau den Rosen- kranz, zuerst durch Passarus inv. MDLXXXI. H. 15 Z. 4 L., Br. 10 Z. 2 L.

  2. Die Marter der heil. Agatha in sechs Darstellungen um das Bild der Heiligen. Bernardus Passarus inv. R. fecit. H. 10 Z. 10 L., Br. 7 Z. 6 L.

  3. Eine allegorische weibliche Gestalt mit den Symbolen der Tugenden. P. Ascanius Don Guido inven. — Fauli Gratiani formis Romae MDLXXX, B. Passarus Rom. fecit. H. 10 Z. 10 L., Br. 7 Z. 6 L.

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