Pasiteles, Bildhauer (Erzgiesser und Toreut) aus Grossgriechenland, blühte in Rom als römischer Bürger zur Zeit Pompejus des Gros- sen, bis gegen , wie Sillig in der Amalthea III. 203 dargethan hat. Die Plinianischen Handschriften nennen ihn bald Pasi- teles, bald Praxiteles; Thiersch, Sillig und Oberlin erklären sich aber für Pasiteles. Diesen Namen liest man auch in einer Auf- schrift an einer Statue des Stephanus , welcher sich darin als Schü- ler des Pasiteles legitimirte. Pasiteles zeichnete sich als ein sehr fleissiger und sorgfältiger Künstler aus, der nie anders, als nach genau vollendeten Modellen arbeitete. Er erklärte die Modellir- Kunst als die Mutter aller übrigen Künste, wie wir aus Plinius wissen. Er fertigte zahlreiche Werke, deren man zu Rom im Tem- pel der Juno einige sah. Für den Jupiterstempel des Metellus führte er die Statue des Jupiter in Elfenbein aus. Dann spricht Plinius auch von einem Löwen, welchen Pasiteles nach der Natur modellirt hatte. Dies hätte ihm fast das Leben gekostet; denn als er vor dem Käfige des Löwen arbeitete, brach ein Panther los, welcher dem Künstler das Modelliren fast für immer verleidete.
Dann lieferte Pasiteles auch viele getriebene Arbeiten in Silber. Er scheint dieselben vornehmlich mit mythologischen und heroi- schen Darstellungen geziert zu haben, so wie Zopyrus und Men- tor; s. Winckelmann. Cicero erwähnt eines solchen Werkes in Silber, welches den berühmten Comicus Q. Roscius vorstellt, wie ähnlich in der Wiege seine Amme von einer Schlange umwunden sah. Geschätzt waren auch seine fünf Bücher, in welchen er über die berühmtesten Werke der ganzen Welt handelte.
Ein anderer Pasiteles war Lehrer des Colotes, welchen Plinius von dem Obigen unterscheidet.
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