Parrocel, Pierre, Maler und Kupferstecher , wurde 1664 zu Avignon geboren, und von seinem Onkel Joseph unterrichtet, bis er nach Rom sich begab, um in Maratti’s Schule seiner weiteren Ausbil- dung obzuliegen. Später arbeitete er viel in Languedoc, in der Provence und in der Grafschaft Venaissin, sein beträchtlichstes Werk ist aber in einer Galerie des Hôtel Noailles in Saint-Ger- main-en-Laye, wo Parrocel die Geschichte des Tobias in sechzehn Gemälden darstellte. Für sein Meisterstück erklärt Fontenay die Krönung der heiligen Jungfrau durch das Jesuskind in der Kirche der Nonnen von Sainte-Marie zu Marseille . In der Kapelle der weißen Büsser zu Avignon sind ebenfalls drei große historische Bilder von ihm. P. Parrocel war Mitglied der königlichen Akademie zu Paris , und starb 1730; s. auch Barthelemy Parrocel.
Robert-Dumesnil P. gr. fran. II. 174 ff. beschreibt 18 Blätter von diesem Künstler, von welchen 14 radirt, die übrigen mit dem
Grabstiche] ausgeführt sind. Die ersteren sind ausserordentlich gut und geistreich gehandelt, im Geschmacke des A. Rivalz, den Grab- stichel wusste er aber nicht mit gleicher Geschicklichkeit zu führen, wie dies die No. 8, 153, 14 und 15 beweisen. Die Angaben bei Hunber und Rost, bei Basan und Füssly sind nicht ganz richtig. Robert Dümesnil theilt die Blätter ein, wie folgt: —
Eine Bettlerin nach links gesehen, hinter ihr ein Mann mit dem e. P. Parrocel f. H. 5 Z. 2 L., Br. 2
Der Ochse auf der Wiese nach links, im Vorgrunde steht Parrocel f. H. 5 Z. Br. £
Eine Frau aus der Campagna di Rome, vom Rücken gese- hen. Im Rande rechts: Parrocel. H. 6 Z. 1 L., Br. 3 Z. 10 L.
Eine ähnliche Figur, im Profil, nach rechts. Parrocel fecit. H. 6 Z. 2 L., Br. 4 Z.
Die drei Naiaden auf ihre Urnen geleint. P. Parrocel f. H. 2 Z. 9 L., Br. 3 Z. 4 L.
Die kleinen Bacchanten um der Zu:ge. Parrocel invenit et f. H. 3 Z. 9 L., Br. 5 Z. L
Die Maskerade von Kindern in einer Landschaft. P. Par- rocel invenit et f. H. 3 Z. 8 L., Br. 5 Z.
Venus aus dem Bade gestiegen, wird von Amor mit einem Tuche umhangen. Ohne Zeichen. H. 4 Z. 4 L., Br. 5 Z.
Zwölf Kinder in einer waldigen Landschaft mit Blumen und Früchten, zwei raufen sich, und ein anderes hält den Hund. Parrocel in. et f. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z. 9 L.
Landschaft mit mehreren Bauern und einem Esel im Mittel- runde, im Grunde steht ein Bauer und sprecht mit einem Weiber, auch zwei Kinder und ein Hund sind zu sehen. P. Parrocel Invenit et fecit. H. 4 Z. 6 L., Br. 5 Z.
Eine Familie des Satyr. Parrocel invenit. et fecit. H. 4 Z. Ze
Der schlafende Satyr und seine Familie. P. Parrocel inven- it. et fecit. H. 4 Z. 8 L., Br. 6 Z. 2 L.
Die im Flusse badenden Kinder. P. Parrocel fecit. H. 5 Z. 2 L., Br. 7 Z. 4 L.
Die an der Glutpfanne sich wärmenden Kinder. P. Parro- cel fecit. H. 5 Z. 2 L., Br. 7 Z. 5 L.
Die Venus mit Lebensgottern. P. Parrocel. H. 5 Z. 7 L., 7 Z. 5 L.
Der Triumph der Amphitrite. P. Parrocel invenit et f. H. 5 Z. 3 L., Br. 8 Z. 6 L.
Ein Bacchanale. P. Parrocel invenit et fecit. H. 7 Z. 1 L., Br. 9 Z. 2 L.
Die Aetzdrücke sind die früheren, die zweiten sind unge- schickt retouchiert.
- Der Triumph des Bacchus und der Ariadne: Dixerat: au- dibat . . . . . . illa novem, Petrus Subleiras invenit, Petrus Parrocel sculp. Rome. H. 10 Z. 9 L., Br. 20 Z. 10 L.
Die ersten Abdrücke sind von der geätzten Platte, die zweiten glücklich mit dem Stichel übergangen. Man erkennt diese Blätter an den Vorgründen, welche im ersten Drucke fast weiss, im zweiten mit Taillen bedeckt sind.
Zweifelhafte Blätter.
Brustbild eines Knaben in Dreiviertelansicht, wie er den Löffel über dem Napfe hält. Gestochen, ohne Zeichen. H. 3 Z. 9 L., Br. 5 Z. 4 L.
Bildnisse zweier Türken, en buste, ohne Zeichen. H. 3 Z. 4 L., Br. 5 Z. 9 L.
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