Parodi, Domenico, der Sohn des Obigen, geboren zu Genua 1663, versuchte sich unter Leitung des Vaters schon frühe in der Bild- hauerkunst, gab sich aber in Venedig bei Bombelli noch mehr Mühe in der Malerei. Damals kopierte er für den Palast Durazzo auch mehrere Meisterwerke der Venedigerschule, endlich aber zog ihn Maratti’s Ruhm nach Rom, und er wurde selbst ein guter Marattist. Nebenbei suchte er nach der Antike seine Zeichnung zu veredeln, und als Mann von umfassendem Talente machte er sich selbst neben Maratti bald bemerklich. Die Werke, welche er zu Rom und besonders zu Genua ausführte, sind sehr zahl- reich. Berühmt war sein hl. Franciscus Sales bei den Philip- pinern, und die Bilder eines Saales im Palaste Negroni zu Ge- nuai. Man sagt, hier habe Mengs stundenlang den Maler bewun- dert, den er nie nennen gehört hatte. Man sieht da rühmliche Thaten der edlen Familie bildlich dargestellt, auch Fabeln vom Herkules und Chiron , und Bildnisse sieht man da, alles so treff- lich behandelt, dass Lanzi des Lobes nicht satt wird. Die Mo- nochromen im Palast Durazzo kommen diesen Gemälden sehr nahe. In den Kirchen Genua’s sind Altarbilder von ihm, in wel- chen er bald Paolo und Tintoreto, bald Maratti zu sein scheint. In St. Filippo und im k. Schlosse zu Genua sind Statuen von ihm, und er hat auch viele Pläne zu Gebäuden gemacht. Starb 1740.
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