Paris, Pierre Adrien, Architekt, geboren zu Besançon 1747, gestorben 1819. Den ersten Unterricht ertheilte ihm sein Vater, der ebenfalls Architekt war. Hierauf kam er zu Trauard, und nachdem der junge Künstler 1772 den großen Preis der Akademie erhalten hatte, ging er als königlicher Pensionär nach Rom . Hier richtete er ein besonderes Augenmerk auf die alten architektoni- schen Denkmäler, welche er zeichnete und genau studirte, und als Resultat seiner Bemühungen gab er folgende Werke heraus: Examen des Édifices de Rome, mit K. K., fol. Restauration du Colisée, 45 Blätter in fol. Paris machte aber nicht allein in Rom architektonische Zeichnungen und Plane, er sah sich auch in an- deren Gegenden und Ländern um, wo er ein Gleiches that, und diese seine Zeichnungen sind ebenfalls durch ein Kupferwerk in 9 Foliobänden bekannt, unter dem Titel: Recueil de dessins et étu- des d’architecture. In Saint Non’s Voyage à Naples und in den Tableaux de la Suisse von Delaborde ist ebenfalls mehreres nach seiner Zeichnung gestochen. Er übersetzte auch Dickson’s Werk über die Architektur der Alten, so wie Marshal’s englische Land- wirthschaft. Andere Werke hinterliess er im Manuscript. Gebaut hat Paris nicht viel; zum Stadthause von Neufchâtel und zum Hospital von Bourg lieferte er die Plane, und das Portal der Ca- thedrale von Orléans wurde unter seiner Leitung gebaut.
Paris wurde Cabinetszeichner des Königs von Frankreich , und bald darauf ersetzte er den Architekten Soufflot in der Aka- demie. Er machte die Zeichnung zu den Decorationen bei den Hoffesten in Versailles, Marly und Trianon. Dann war er Archi- tekt der grossen Oper, als welcher er das Decorative zu besorgen hatte. Im Jahre 1788 ernannte ihn der König zum Ritter des heil- igen Michael, und das neue Institut zählte ihn ebenfalls unter seine Mitglieder. C. Guttenberg, Bertault u. a. haben nach seinen Zeich- nungen Alterthümer aus Herculanum und Pompeji, von Pizzo- Falcone, Pozzuolo etc. gestochen.
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