Parigi, Giulio

Parigi, Giulio, Zeichner und Architekt , der Sohn des Obigen, besuchte die Schule des B. Buontalenti, und gelangte zu grossem Ruhme, nicht allein in der Civilbaukunst, sondern auch als In- genieur und Mechaniker. Der Grossherzog von Toskana nahm ihn in seine Dienste, vertraute ihm verschiedene Bauten an, und selbst den Unterricht seiner Prinzen. Parigi hatte auch eine öffentliche Schule, in welcher Söhne des hohen Adels und von Offizieren un- terrichtet wurden. Als Architekt hatte er die Aufsicht über die Cathedrale zu Florenz. Er baute auch den Palast Marcelli, und dann leitete er die Festlichkeiten. Alle Decorationen, die man dabei brauchte, wurden nach seinen Zeichnungen ausgeführt. Proben dieser Art sind in einem Kupferwerke bekannt, welches Theaterscenen, Ballets, Aufzüge und andere Dinge bei den Haf- festen des Grossherzogs von Toskana enthält, 1606, 1608 und 1615 von R. Canta-Gallina, J. Callot, St. de la Bella und Parigi radirt. Zwei Blätter von ihm sind in einer Folge von sieben De- corationen einer Oper, welche bei der Vermählung des Grossher- zogs Cosmo de’ Medici mit der Erzherzogin Maria Magdalena von Österreich 1608 gegeben wurde. Sie sind nach der Erfindung von Parigi, fünf Blätter von Canta-Gallina und zwei von unserm Ar- chitekten selbst radirt. Im Jahre 1635 starb der Künstler,

  1. Giarggno di Calipso. Intermedio terzo. Giulio Parigi I. et
  1. Tempio della pace. Intermedio Sesto. Giulio Parigi I. et F. Diese beiden Blätter gehören zur oben erwähnten Samm- lung, qu. fol.

  2. Eine Landschaft, nach R. Cantagallina, mit einem großen Baume zur Rechten, links Gebäude und ein breiter Weg, 0clo;on » mit einem Monogramme und der Jahrzahl 1625, qu. 4

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