Parant, Louis Bertin, Maler, von Mer (Dep. Indre) in Frank- reich gebürtig, bildete sich im letzten Decennium des vorigen Jahr- hunderts unter Jean Leroi zum Künstler, und leistete als solcher Vorzügliches. Es findet sich von ihm eine grosse Anzahl von Ge- mälden in Öl, auf Porzellain und auf Elfenbein, Historien, Genre- bilder, Bildnisse, Basreliefs, Nachbildungen von Cämmern auf Stein u. s. w. Die meisten führte er zu Paris im Auftrage der
Regierung aus. Im Jahre 1802 malte er in Form eines Frieses von Sardonix den Raub der Proserpina; 1808 das Bildnis der Kaiserin; 1810 jenes Napoleon’s, beide in allegorischer Bedeutung; 1812 stellte er aus Auftrag des Kaisers auf einer runden Platte die grie- chischen und römischen Anführer dar, mit Begebenheiten aus ih- rem Leben; 1814 malte er das Bildnis Ludwig’s XVIII. auf Por- zellain, und auf gleiche Masse auch die Apotheose Heinrich IV., denn es war in Frankreich die Zeit gekommen, wo der Adler den alten Königslilien weichen musste. Für Carl X. malte Parant eine große Vase mit einem Fries, welcher die Schliessung des Janus- tempels vorstellt, und Ludwig XIV. dachte sich der Künstler , wie er in Mitte der Grossen seines Reiches die Krone der Unsterblich- keit empfängt. Die für die Porzellan-Manufaktur in Sevres be- malten Gefässe sind mit Darstellungen aller Art geziert. Parant lebt unsers Wissens noch gegenwärtig in Paris.
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