Pannini, Giuseppe. — Pannini

Pannini, Giuseppe. — Pannini, Francesco, 511

Piacenza 1601, gestorben 1764. Dieser berühmte Künstler machte

seine Studien in Rom , und blieb auch die größte Zeit seines Le- bens in jener Stadt, da sie ihm den reichsten Stoff zur Darstel- lung bot. Er malte da viele Ansichten von Kirchen, Palästen und Ruinen in Öl, dann auch Theaterdekorationen, und alle diese Werke wurden mit größtem Beifall aufgenommen; dies nicht so sehr der genauen Perspektive wegen, worin er viele seines Glei- chen hat, sondern wegen anmutiger Behandlung der Landschaft und der munteren Figuren, wie Lanzi behauptet. Dieser Schrift- steller sagt auch, dass die Figuren im Verhältnisse zu den Gebäu- den zuweilen zu hoch seien; und dass der Künstler, Viviani's Härte zu vermeiden, die Schatten mit gewissen rothen Tinten ver- künstelt habe, ein Fehler, welchem die Zeit steuern dürfte, indem sie die minder wahre Farbe dämpft und tödtet. J. Quandt, zum Lanzi II. S. 340 A. beklagt aber immer noch, dass Pannini so dunkelbraune Schatten in die Architekturmalerei eingeführt habe, die damals auch in der Historienmalerei Mode geworden waren. Die früheren Werke des Künstlers sind indessen von diesem Feh- ler freier, als seine späteren. Einige seiner Werke sind sogar ausgezeichnet zu nennen, durch die feine Luftperspektive, durch die Kraft und Glut der Farbe, durch die herrlichen Lichteffekte. Ein Hauptwerk des Meisters ist im Pariser Museum die innere An- sicht der St. Peterskirche in Rom; von vielen Leuten, in hellsten Sonnenlichte, sehr ausgeführt und von der erfreulichsten Wirkung. Seine Werke sind überall hin zerstreut, in England, Frankreich, Deutschland etc. Auch sind sie sehr zahlreich, da der Künstler bis an seinen 1764 erfolgten Tod fleissig malte. Andere lassen ihn schon 1745 oder 1758 sterben.

E. C. Lampereur stach nach ihm: die drei Säulen des Campo Marzio, und die Pyramide des Cestius; P. Je Basc: zwei Blätter Ruinen griechischer Gebäude; J. S. Müller: ein Hauptblatt mit dem Colisseum und mehreren antiken Sculpturen, das Pantheon, den Tempel der Concordia, die Ruinen einer Basilica, den vati- kanischen Garten mit dem Nil; Watelet: Ruinen und Gruppen von Figuren in S. Rosa’s Geschmack; Schlicht: zwei Theaterdeko- rationen; F. Vivares: zwei Blätter italienische Ruinen; Ch. Knapton: die Predigt des Apostel Paulus, mit dem Monogramme G. P. P. del., und mehrere Ruinen; Benazech: eine Ansicht von Rom; Bartolozzi: eine Landschaft; Dumont: ein Eheuerwerk in Rom; von Garreau und Daudet: das Pantheon, den Tempel der Vesta und den Bogen des Janus (Mus. Nap.). Fn {

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