Pampaloni, Luigi

Pampaloni, Luigi, Bildhauer von Florenz , wurde um 1800 geboren, und auf der Akademie der erwähnten Stadt erhielt er seine erste artistische Bildung. Hiernach besuchte er Rom , um die Werke der klassischen Vorzeit zu studieren, er zeichnete und kopierte mehrere derselben, und da er sich auch eines genauen Studiums der Natur befliss, so konnte es der talentvolle Künstler auch bald wagen, in eigenen Werken seine Kräfte zu versuchen. Pampaloni fand daher schon mit seinen ersten Arbeiten grossen Beifall, indem sie die sicherste Hoffnung erregten, dass er auf dem Wege, welchen er betreten hatte, einer der ausgezeichnetsten Künstler seines Faches werden werde. Im Jahre 1827 erhielt er in Florenz den Auftrag, die colossalen Statuen der beiden berühmten Baumeister Ser Bruneleschi und Arnolfo di Lapo in Marmor auszuführen, und die Arbeit ging dem Künstler so rasch von Händen, dass die Standbilder gegen Ende des Jahres 1830 schon an ihren Bestimmungsort gebracht werden konnten. Man sieht sie in zwei Nischen der Aussenseite des Domes in Florenz, zwei vortreffliche Werke; denn Pampaloni ist nicht nur ein ausgezeichneter Techniker , sondern auch im Stande, das Wahre und Schöne zu fühlen, und selbes im Bilde zu geben. Ein französisches Blatt gab zu einem sonderbaren Irrthume Anlass, indem es benachrichtete, die Statuen des Arnolfo di Lapo und Bruneleschi’s seien zu Florenz unter den Ruinen eines alten Palastes aufgefunden worden, wozu das italienische Wort „scoperte“ (aufgedeckt) die Veranlassung gegeben haben dürfte, da dieses auch „aufgefunden“ bedeutet, s. Kunstblatt 1850 S. 3096. Im Jahre 1831 sah man von diesem Künstler die liebliche Statue eines kleinen Mädchens, welches mit einer Taube spielt. Das ist dieses ein Werk voller Natur und Naivität, so wie Pampaloni deren schon mehrere gefertigt hat. Im Jahre 1832 begann er wieder die Ausführung einer colossalen Statue für Pisa, jene des Peter Leopold. Später unterzog er sich neben P. Marchesi, G. Monti, Labus, Comolli u. a. der bildlichen Ausschmückung des 1824 begonnenen schönen Glockenthurms zu Urgnano. In den beiden untern Geschossen sind je acht Nischen mit Statuen von Heiligen von den genannten Künstlern ausgeführt. Einer neuern Zeit gehören die Statuen, welche in den 28 Nischen des Palazzo degli Uffizi zu Florenz aufgestellt werden. Pampaloni vollendete 1839 jene des Leonardo da Vinci.

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