Palmieri, Pietro, Zeichner, Maler und Kupferstecher , wurde um 1740 in Parma geboren, und nachdem er die Anfangsgründe der Kunst in seinem Vaterlande erlernt hatte, begab er sich nach Pa- ris, um daselbst seine Ausbildung weiter zu verfolgen. Er fertigte dort eine bedeutende Anzahl von Zeichnungen, deren mehrere im Cabinet Paignon Dijonval beschrieben werden. Darunter ist eine heilige Familie auf der Ruhe in Ägypten , mehrere Landschaften und drei Genrestücke. Seine Zeichnungen sind entweder mit der Feder und in Bister behandelt, oder aquarelliert, teilweise von grosser
Schönheit. Palmieri blieb mehrere Jahre in Paris, wurde aber end- lich als Professor an die Akademie in Parma berufen, und erwarb sich in Italien grossen Ruf. Im Jahre starb er in Turin . Carre stach 1777 nach ihm: Les bergers florentins, und Th. Cham- bres den Tod Turenne’s, ein grosses Blatt. Ringuett ätzte nach ihm zwei vom Winde bewegte Eichen in Kreidemanier, P. Lau- rent stach zwei Landschaften. Dieser Künstler nannte sich bei la- teinischen Aufschriften Palmerius. Rost und Füssly nennen ihn C. Palmeri, und legen diesem Blätter bei, welche anderwärts dem P. Palmieri oder Palmerius zugeschrieben werden. Diese beiden Schrift- steller und Ticozzi lassen den C. Palmeri nach Paris kommen, und daselbst mehreres arbeiten; allein Benard (Cabinet Paignon Dijon), der mehrere Arbeiten Palmieri’s beschreibt, kennt nur einen Pierre; und so glauben wir den C. Palmeri streichen zu dürfen, wenn nicht unser Künstler vielleicht C. P. Palmieri geheissen hat.
Wir haben von P. Palmieri mehrere schätzbare Blätter, von welchen Nr. 1 und 2 auch dem C. Palmeri zugeschrieben werden:
Le Repos du Berger, gr. fol.
La Vieille laborieuse, gr. fol. Beide in Lavismanier; braun gedruckt, und Palmerius fecit bezeichnet. Im ersten Drucke vor der Schrift,
L’occupation champetre, italienische Bauern beim Stalle, vorn ein Mädchen, welches die Ziege melkt. gr. qu. fol.
L’amour maternel, Inneres eines Kuhstalles, wo das Kalb an der Kuh hängt, wie das obige: Palmerius inv. del. et sc. bezeichnet, gr. qu. fol.
Diese geistreich radirten Blätter sind mit Aquatinta über- gangen, im ersten Drucke vor der Schrift. Es gibt auch (selten) rein gedruckte.
- Ein Bauer schüttet mit dem Eimer Wasser auf zwei Frauen; von welchen die Eine flieht. Links vorn ist ein Mann mit dem Hunde, ein radirtes Blatt, qu. fol.
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