Palcko, Franz Carl

Palcko, Franz Carl, Maler und Radierer, wurde 1724 zu Breslau geboren, und da sollte er in der Schule der Jesuiten dem Gelehrtenstande sich widmen; allein seine Liebe zur Malerei war überwiegend, so dass er sich endlich nach Pressburg begab, wo damals sein älterer Bruder sich aufhielt, der ihm sofort einen Unterricht in der Malerei gab.

  • Ertheilte. Die Fortschritte, welche er hier in kurzer Zeit nachte, waren so überraschend, dass ihn einige Kunstfreunde ermunterten, die k. k. Akademie in Wien zu besuchen. Hier nahm sich Bibiena ‚seiner an, und da er schon im zwanzigsten Jahre mit einem Gemälde, welches Judith und Holofernes vorstellt, den grossen Preis gewann, so wurde sein Talent allenthalben ge- priesen. Hierauf reiste er nach Italien , um die Werke der venetianischen Schule zu studiren, besonders auch, um Crespi und Spagnolet zu copiren, und so nun kam er mit dem Rufe eines vorzüglichen Künstlers nach Pressburg zurück. Die hohen Herrschaften überhäuften ihn jetzt mit Arbeiten, die in Altarblättern und Cabinetstücken bestehen. Von den ersteneren sieht man zu Dotis, Gotscheck, Igmar, Tallosch, Eperies und zu Pressburg. Bei den Trinitariern daselbst ist das Hochaltarblatt mit der Erlösung der Gefangenen sehenswerth. Auch zu Kremsier und zu Brünn in Mähren führte er mehrere Gemälde aus. Man glaubte, Palcko habe sich damit unsterblichen Ruhm erworben, und so konnte es nicht fehlen, dass auch auswärtige Höfe seine Kunst in Anspruch nahmen. Palcko wurde nach Dresden berufen, um in der katholischen Hofkirche die Johanneskapelle und das Altarblatt derselben zu malen. Er stellte auf diesem den Heiligen dar, wie er aus dem

Wasser gezogen und von der Geistlichkeit getragen wird. Diese

Malereien erwarben dem Künstler den vollen Beifall des Königs, und 1752 ertheilte er ihm das Decret eines k. sachsisch - polnischen

Hofmalers. Ausserdem malte er für die polnische Nationalcapelle

in Rom den heiligen Casimir, und für den Grafen von Brühl mehrere

Cabinetsstücke. Später begab sich der Künstler nach München,

und wurde 1764 churfürstlich bayrischer Hofmaler. Doch blieb

Palcko nicht immer in München; er lebte theilweise auch in Prag,

wo er in der Jesuitenkirche einige Frescobilder ausführte. Im

Jahre 1767 starb er, nach Einigen in München, nach Andern in

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