Paggi, Giovanni Battista

Paggi, Giovanni Battista, Maler, Bildhauer , Architekt und Schriftsteller , geboren zu Genua 1554, gestorben 1627. Er war ein Patrizier von Geburt, und daher sah es der Vater ungern, dass der Sohn ein Künstler werde. Er sollte Handel treiben, reich werden, ohne die Musen dazu zu bedürfen. L. Cambiaso leitete ihn in seinen ersten Kunstübungen, die in helldunkeln Zeichnungen alter Basreliefs bestanden, und als er dann auch in Sutiftzeichnungen geschickt ward, lernte er unschwer, und beinahe von selbst die Kunst zu coloriren, aus Büchern, Bauten- und Fernungsmalerei, wie Lanzi angibt. Seine Jugend wurde aber auf mannichfaltige Weise geprüft; nachdem ihm die Pest seine Braut geraubt hatte, wurde er in einen Ehrenhandel verwickelt, der mit dem Tode seines Gegners, und mit der Verbannung des Thäters endete. Paggi suchte jetzt in Florenz Schutz, und bald war sein Glück wieder gemacht, da sich der florentinische Hof seiner annahm. Er war ein Maler der Mode, dessen blühender und kräftiger lombardischer Stil viel mehr Verehrer fand, als die matte Weise der damaligen florentinischen Schule. Schon seine ersten Werke wurden bewundert, wie die heilige Familie, welche er für die Engelskirche malte, und die heilige Katharina von Siena , welche zwei zum Tode verdammte Mörder bekehrte, in S. Maria Novella, ein reiches, mit schönen Bauwerken geziertes Bild, sehr mannichfaltig, und von so trefflicher Ausführung, dass Lanzi dieses Bild allen andern des Klosters vorziehen zu müssen glaubte.

In der Gallerie zu Florenz ist das Bildnis des Künstlers, durch P. Pomarede’s Stich bekannt. Dann sind auch noch andere Werke seiner Hand gestochen: von C. Galle die Rückkehr aus Ägypten, Adam und Eva im Paradiese, Venus und Cupido; von J.B. Cecchi Die Auferstehung Christi bei den Franziskanern in Pisa; von J.B. Barbieri: eine heilige Familie; von C. Surugue: Venus den Amor

liebkosend; G. Vallet: Die Rückkehr der heiligen Familie aus Aegypten.

Dann heißt es bei Rost, Ticozzi u.a., dass Paggio selbst Blätter radirt habe, wir fanden aber nirgends ein Verzeichnis derselben. » Folgendes radirte Blatt wird ihm manchmal beigelegt, allein das Blatt könnte auch dem C. Vignon angehören, da die Buchstaben

C. V. darauf vorkamen.

Die Aufnahme einer Heiligen durch viele Engel in den Him- mel. Links unten: B. P. acc. de C. V., qu.

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