Pagano, Gregorio, Maler und Sohn des Obigen, geboren zu Flo- renz 1538, gestorben 1605. Früh des Vaters beraubt, fand er an S. di Tito einen Lehrer, schloss sich aber später an seinen Mit- schüler L. Cardi (Cigoli) an, den bedeutendsten Nachfolger Baroc- cio’s, und er selbst wurde der zweite Cigoli genannt, so dass al- so die Vorzüge bei Beiden gleich seyn durften. L. Cigoli hat ein schönes, warmes Colorit, im Ausdruck dagegen ärgert er aber ins- gemein in Weichlichkeit, oder in einen übertriebenen Affekt aus. Niederschrieb man damals die Werke dieser Künstler, und dem Pa- gano rechnete man es hoch an, dass er Curreggio’s Grazie mit Michelangelo’s Kraft habe vermählen wollen. Seine Werke sind höchstentheils verdorben, da sie der zu dunkle Grund verschlingt. In S. Maria Novella zu Florenz ist ein grosses Frescobild von ihm, und eine Geburt in S. Maria del Fiore daselbst. Sein bestes Bild, eine Kreuzerfindung, ging 1771 durch den Brand der Carmeliter- kirche zu Grunde. Der Marchese Riccardi zu Florenz, besass zu
Anfang unsers Jahrhunderts ein schönes Bildnis des Künstlers, wie er die Skizze dieses Gemäldes in der Hand hält. Auch in Privatsammlungen zu Florenz findet man noch etliche Bilder von ihm, und wenige im Auslande. Dann hat Pagani auch modelliert, namentlich etliche Basreliefs beim Guss der Pforten der Kathedrale zu Pisa, wo er die Arbeiten leitete. Selbst in der Baukunst war er erfahren.
G. B. Cechi, oder Eredi, stach den Tod der heil. Helena in Gegenwart des aufgefundenen wahren Kreuzes; vorzügliche Kom- position. das Gemälde der Carmelitenkirche. Lasinio und Vascel- ini stachen das Gemälde des Palastes Quadagni in Florenz, Moses Vorstellend, der Wasser aus dem Felsen schlägt. Lastri
- Pittrice Nro. 541. . . »
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