Paeonios, Bildhauer von Mende in Thracien

Paeonios, Bildhauer von Mende in Thracien, der um Ol. 85 blühte,

zur Zeit der höchsten Blüthe griechischer Kunst. Er fertigte mit

Alkamenes herrliche Gruppen, welche die östliche Seite des Gie-

belfeldes am Tempel des Zeus zu Olympia zierten. Man sah da

von Paeonios gearbeitet: um das Bild des Zeus auf der einen Seite

Oenomiaos mit seiner Frau Sterope, auf der anderen Pelops und

Hippodameia, dann die Wagenlenker, Viergespanne und Wärter

der Rosse, zuletzt die Flussgötter Alpheos und Kileados in

symmetrischer Anordnung. Den westlichen Giebel schmückte Al-

camenes aus. Alle diese Bildwerke sind verschwunden; nur noch

Reste der Metopen zeigen sich. Libon der Elcer hat den Tempel

ebaut, und um Ol. wurde er vollendet. Die Bildwerke des

Tempels beschreibt Pausanias, und dann der Perieget auch noch

eine Statue der Victoria von Paeonios, welche die Messenier

weihte, was Ol. 81, 2. geschehen sein muss. Junius im Cat. art.,

Winckelmann Werke, I, S. 11, und Meyer Kunstgesch. II 82,

nannten den Künstler Mendacus; Millin Description d’un cameo

18 berichtigte die Irrtümer der früheren Schriftsteller über den

Namen des Paeonios aus Mende, und auch Sillig cat. art. etc.

kommt wieder darauf zurück.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_qsM-AAAAcAAJ_2/