Ostade, Adrian van,
ist im ersten Drucke fast weiß, im zweiten schwarz. Der Topf rechts am Feuer ist nur im spätern Drucke schwarz, im ersteren mit einigen Strichen gezeichnet. Bei Weigel 2 Thlr. 12 gr.
- Die trinkenden Bauern in der Schenke, je gouté, het kleine Binnenhuis. Einer der Bauern sitzt, vom Rücken gesehen, am Tische und vor ihm steht ein anderer mit dem erhobe- nen Glase. Auf der andern Seite sitzt der dritte Bauer, und dieser reicht einem Weibe das Glas. Ihm zur Linken steht ein vierter Mann. Links reicht ein Knabe dem Kinde den Krug. Links unten steht der Name des Künstlers, und im Rande liest man:
Securae reddamus tempora mensae etc. H. 8 Z. mit 7 L.
Rand, Br. 9 Z. 7 L. -
Wir haben dreierlei Abdrücke von diesem Blatte. Die er- sten, von der geätzten Platte, zeigen am Gesichte und an der Mütze des kleinen Mädchens, welches trinkt, dann an der Lehne und dem Polster des runden Sessels hinter dem Manne mit dem Glase in der Hand keine Kreuzstriche. Die Leiter im Grunde ist ebenfalls, grösstentheils nur mit einer Taille gezeichnet, so wie die Vorhänge und der Laden der Kellerthüre rechts.
Im zweiten Drucke sind an den bezeichneten Stellen Kreuz- schraffirungen zu sehen, die Haube des Mädchens ist stark überarbeitet, und der untere Rand ist abgeschnitten.
Im dritten Drucke sind auch die Flügel des Engels und der Himmel am Gemälde des Tobias, welches das Zimmer ziert, mit Contretaillen ausgedrückt, der links an der Decke hängende Büschel Kräuter ist stark überarbeitet.
- Die Bauerin mit der Pfeife vor der verschlossenen Thüre rechts des Blattes, und gegenüber ein Mann, der eben- falls die Pfeife stopft. Inter ihm steht einer mit Pfeife und Krug. Im Grunde sieht man neben anderen Figuren
ein Weib am Ofen stehen, und gegenüber zwei Bauern. Links im Rande steht: OSTADE % H. 42 Z. 7 L. ohne Rand, Br. 5 Z. 1 L. .
Bartsch nennt dieses Blatt zweifelhaft, da es sich in Zeich- nung- und Behandlung von den anderen wesentlich unter- scheidet. Nach Bartsch könnte höchstens die Zeichnung
von Ostade herrühren,
Ankang von Blättern, die im Peintre -graveur nicht vorkommen.
- Ein sitzender Bauer, der die Pfeife anzündet, neben ihm ein stehender mit dem Glase in der Linken. Rechts oben in der Inschrift: A. V. Ostade. H. 2 Z. 9 L., Br. 22 Z. 1 L. .
Die ersten Drücke sind sehr hell im Ton, fast zu grau, im zweiten Drucke tritt die Mauer hinter dem Trinker ganz grell hervor, und die dritten Abdrücke sind retouchirt, die Nebenflächen mit dem Stichel übergangen, Catalog Rigal 0, 24.
Ostade, Isaac van. 409
Weste. Der Hut ist mit einer Feder geschmückt, ohne Rand, H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 4 I ;
Dieses Blatt ist ohne Namen, mehrere legen es aber dem Ostade bei. Es hat indessen viele Ähnlichkeit mit dem Blatte der Lauserin (Epouilleuse) No. 35, so dass beide dem Isaac van Ostade angehören könnten, s. Isaac van Ostade,
„54) Der pissende Bauer nach rechts bei einem großen Baume, hinter ihm ein Fass, rechts im Grunde über der hölzernen Brücke zwei Hütten. Unten links auf dem Boden sind die Buchstaben: A. O. S. H. 5 Z. 2 L., Br. 4 Z.
Dieses seltene Blatt wird immer dem Werke Ostade’s bei- gelegt, es ist aber zweifelhaft. In der Stichweise nähert es sich der Lauserin, s. desswegen Isaac v. Ostade am Schlusse.
- Das Innere einer Bauernschenke, rechts mit einer offenen Thüre, und auf einer Erhöhung zwei Bauern und ein im Schatten sitzendes Weib, links im Hintergrunde am Camin drei andere Figuren, und vorn verschiedene Geräthe. Im Plattenrande steht: OSTADE F. H. 42 Z. 7 L., Br. 5 Z. 1 L.
Dieses äußerst fleißig radirte Blatt wird gewöhnlich zu den Ostade’schen Blättern gelegt.
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