Ossinger, Michael, Maler, angeblich von Hemau bei Regensburg , muss in der ersten Hälfte des 16ten Jahrhunderts gelebt haben, wenn er je wirklich gelebt hat. Wir fanden keine sichere Nach- weisung, möchten auch fast glauben, dass nur die willkürliche Deutung eines Monogramms, das ein M mit dem O in der Mitte vorstellt, diesen Ossinger statt Michael Ostendorfer in die Kunst- geschichte gebracht hat. Dieses Monogramm, das mit wenigen Veränderungen und den Jahrzahlen 1530, 1556 oft wiederkehrt, könnte indessen auch den Michael Oestendorfer bedeuten. Gewöhnlich legt man es dem Michael Ostendorfer bei, der nach einigen mit Martin Ostendorfer eine Person sein soll, was uns nicht richtig zu sein scheint. So viel ist aber gewiss, dass die Holzschnitte mit diesem Zeichen nicht alle von einem und demselben Zeichner her- rühren. Keine Anzahl solcher Blätter führen wir im Artikel des Michaell Ostendorfer auf, da jener arme Mann sicher Zeit gehabt hat, um in Holz zu schneiden. Brulliot, Dict. des Monogr. I. 2900 nennt indessen auch einen M. Ossinger an, der nach seiner Ansicht Schüler von A. Altorfer gewesen sein könnte. Brulliot schreibt ihm ein Monogramm mit der Jahrzahl 1530 zu. Die mit diesem Zeichen versehenen Bilder seien fein und zierlich behan- delt.
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