Orvieto, Pietro da

Orvieto, Pietro da, Maler, dessen Name erst seit wenigen Jahren der Vergessenheit entrissen ist, der aber dem Buffalmaco einen Teil des Ruhmes streitig macht. Er ist der Vorgänger des Benozzo Gozzoli, und so muss er schon im 14. Jahrhunderte thätig gewesen sein. Er malte im Campo santo zu Pisa die Weltschöpfung, und begann mit einem colossalen Weltschöpfer, der das All in den Händen hält. Dies ist eine grosse Scheibe, in welcher die drei damals bekannten Welttheile, der Thierkreis, die Regionen der Engel und Erzengel dargestellt sind. Dann folgten im oberen Theile der Wand 15 Felder mit malerischen Darstellungen und ebenso viele in dem unteren, wo man in den beiden Ecken auch noch die Brustbilder des heil. Augustin und St. Thomas von Aquin sieht. Diese und die drei folgenden im oberen Felde abgebildeten Geschichten schrieb man sonst dem Bufalimaco zu. Ciampi, Notizie istoriche della sagrestia pistujese, Firenze 1800, bewies aber, dass sie dem Pietro da Orvieto angehören. Alle diese Bilder der Schöpfung sind ohne Handlung, ohne Kenntniss der Perspektive dargestellt, es herrscht aber in den Köpfen dennoch viel Ausdruck. Abgebildet in Lasinio’s Campu santo.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_qsM-AAAAcAAJ_2/