Ommeganck, Balthasar Pauly, Tier- und Landschaftsmaler, geboren zu Antwerpen 1735, gestorben daselbst . Dieser Maler, der europäischen Ruf genoss, war Schüler von H. Artonissen an der Akademie seiner Vaterstadt, und nachdem er einige Jahre hier zugebracht und alle Preise erhalten hatte, wurde
er auch zum Professor an derselben ernannt. Ommeganck erhielt auch später noch mehrere Ehrenmedaillen, so wie er denn überhaupt als Künstler mit Auszeichnung behandelt wurde. Die Franzosen nannten ihn „le Racine des moutons,“ und jedes Bild, welches man seit 1802 auf den Pariser Salons von ihm sah, bereitete ihm neue Lobeserhebungen. Seine Werke haben auch ausgezeichnete Verdienste, besonders in der Composition, in der Zeichnung , in der meisterhaften Behandlung der Perspektive , und in der genauen Anwendung der Gesetze der Beleuchtung. Sie sind auch immer mit liebevollem Fleisse ausgeführt, doch öfter schwer und kalt im Tone. Diejenigen seiner Werke, die sich durch Wärme und Frische des Colorits auszeichnen, machen die kleinere Zahl aus. Diesen Mangel machten aber seine übrigen hohen Qualitäten vergessen, und man hat daher in den ersten Cabineten der Niederlande , Frankreichs, Englands und Deutschlands Werke von seiner Hand. Besonders gerühmt wurden jene, wo Schafe und Ziegen den Hauptgegenstand der Composition bilden.
Ommeganck war Mitglied des k. niederländischen Institutes, correspondierendes Mitglied des französischen Institutes und mehrerer anderer Akademien, Vice-Präsident der Gesellschaft zur Aufmunterung der schönen Künste zu Antwerpen, und Ritter des belgischen Löwenordens. Im Jahre 1815 ging er als k. Commissär nach Paris, um die entführten Kunstschätze in Empfang zu nehmen.
In dem Werke: Recueil de gravures à la Venet forte d’après différents maitres par F. Faber 1807, sind nach Ostade, Ommeganck, de Roy u. a. geistreich radirte Blätter. Das ehedem in der Sammlung Lafitte befindliche Bild mit Schafen wurde in der 1855 stattgehabten Versteigerung mit 12000 Fr. bezahlt.
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