Oldach, Julius, Maler von Hamburg , wurde geboren, und
von Prof. Suhr in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis
er nach Dresden sich begab, um die Meisterwerke der k. Galle-
rie zu studiren. Hierauf ging Oldach nach München , besuchte
da die k. Akademie, und als junger Künstler von Talent gewann
er sich bald die Achtung des Direktors v. Cornelius. Er wählte
das streng historische Fach zur Hauptaufgabe, und hatte hierin
auch bereits schöne Proben geliefert, als er in der Blüthe
der Jahre starb. Eine Composition aus dem Nicbelungenliede er-
warb ihm die besondere Zufriedenheit des Meisters, er selbst aber
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wollte mit ‚seinen Werken nie zufrieden seyn. Dann malte er auch
Portraite mit ausgezeichnetem Erfolge. Sein letztes Werk, das
aber die kranke Stimmung und die zitternde Hand verräth, ist die Heimkehr Hermann’s und Dorotheen’s, doch auch darin er- kennt man noch den Künstler, dem treue Auffassung der Natur und ein ernstes Studium der menschlichen Figur rastlos beschäf- tigte. Seine Färbung ist wahr und markig. In seiner ersten Zeit malte er auch etliche Thierstücke.
Im neuen Nekrolog der Deutschen heisst der Künstler irrig J. Obdach.
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