Oeser, Johann Friedrich Ludwig, Maler und Kupferstecher ,
der älteste Sohn des Obigen, wurde 1751 zu Dresden geboren, und vom Vater in der Kunst unterrichtet. Anfangs übte er sich vorzugsweise im historischen Fache, später aber verlegte er sich fast ausschliesslich auf die landschaftliche Darstellung, da sie ihm reicheren Gewinn brachte. Oeser malte mehrere Partien aus der Umgegend von Dresden, noch mehrere aber zeichnete er. Diese Zeichnungen, in Aquarell und Tusch behandelt, wurden sehr ge- sucht und in den vorzüglichsten Cabineten aufbewahrt.
Oeser jun. war sieben Jahre Unterlehrer an der Akademie in Leipzig , um ging er aber wieder nach Dresden. Jetzt wurde er hier als Professor für Geschichts- und Landschaftsmalerei ange- stellt, und 1780 in die Akademie aufgenommen; aber schon 1792 hatte der Vater in Leipzig seinen Tod zu betrauern. Sein Bruder, der sich ebenfalls der Kunst widmete, ist ihm vorausgegangen.
Dieser Künstler hat mehrere Blätter radirt:
- Die Marter des heil. Stephan, nach Rubens, fol.,
- Das Opfer Abraham’s, nach Ribera, kl. fol.,
- Die Samariterin zu den Füssen des Heilandes, Verdier del., qu. fol.,
- Das arme Weib legt den Zinsgroschen in den Gotteskasten, id. del., gr. qu. fol.
- Christus im Tempel, Verdier del., qu. fol.
- Die Darstellung im Tempel, nach Rembrandt, fol.
- Christus bricht das Brod, nach Rembrandt, fol.
- Die Verkündigung, nach demselben, qu. fol.,
- Amor und Psyche, nach Rembrandt, fol.
- Der Zauberer, nach demselben, fol.
- Die Nachtwache, Männer am Feuer, nach Salvator Rosa, u. fol.
- Jupiter und Antiope, qu. fol.,
- Viel Blätter Grabdenkmale, Oeser inv. et fec., qu. fol. und 8.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_qsM-AAAAcAAJ_2/