Oer, Theobald von, Maler aus Westphalen, bildete sich um 1833 zu Düsseldorf unter Leitung des berühmten W. Schadow, und seit dieser Zeit gehört v. Oer dem Künstlerverbande jener Stadt an. Er hat schon mehrere schöne Bilder geliefert, historische Darstellungen, Scenen des Mittelalters, Genrestücke und Bildnisse. Im Jahre 1830 wurde bei der Kunstausstellung zu Dresden sein Bild des Hans Sachs für 300 Rthl. angekauft. Etwas früher ist eine andere gelungene Darstellung, der Tod der heil. Elisabeth, welche er 1836 wiederholte, da das Bild sich eines großen Beifalls erfreute. Ein anderes Gemälde derselben Zeit stellt Nonnen vor, die vor der Thüre des Klosters ein ausgesetztes Kind finden. Das frühere Bild des Todes der heil. Elisabeth wird von Püttmann, die Düsseldorfer Malerschule etc. Leipzig 1850, S. 160 besprochen.
Im Jahre 1836 unternahm er eine Kunstreise durch Deutschland , die Niederlande , Frankreich , besuchte dann die Nordküste von Afrika, ging nach Italien zurück, und kehrte 1838 über München und Nürnberg nach Dresden zurück. Sein Reisegefährte war H. Matthäi. Letzterer ging 1838 an die Redaktion und Herausgabe des von beiden gemeinschaftlich geführten Tagebuches; Der Aufsatz über die neueste Malerei in Paris , Kunstblatt 1853 No. 44 ff., diente als Probe. Im Jahre 1858 begab sich v. Oer wieder nach Rom , und da sah man ein Gemälde nach einer in Afrika gefertigten Skizze. Es stellt Beduinen bei einem Ausfalle von Constantine dar.
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