Oellenhainz, Friedrich, Maler, geboren zu Endingen im Württembergischen 1740, gestorben . Als der Sohn eines Pfarrers wollte er sich in Tübingen ebensowenig dem geistlichen Stande widmen, allein der häufige Umgang mit dem Bildnissmaler Meyer, seinem Verwandten, zog ihn davon ab, Meyer ertheilte ihm den ersten Unterricht, der Maler und Bildhauer Bayer in Stuttgart war sein zweiter Meister, welchen er 1766 nach Wien begleitete, wo Oellenhainz die Akademie besuchte, und viele Bilder malte. Er malte einige Altarblätter, fand aber bald so viele Aufträge zu Bildnissen, dass er zuletzt die Portraitmalerei zum Hauptfache wählte. Er malte die ganze kaiserliche Familie, die Hälfte der Höflinge, eine Menge fürstliche und gräfliche Personen, Offiziere im Harnisch, Künstler und andere Leute. In seinen weiblichen Bildnissen dürfen wir nicht immer Naturtreue voraussetzen, denn Oellenhainz wusste zu schmeicheln. Er malte alle hübsch, je nach Umständen die Mutter schöner als die Tochter, Magistratspersonen mit wichtiger Miene, und die magistratischen Halskrausen und Barete soll er mit wunderbarer Wahrheit dargestellt haben. Im Jahre 1780 wurde Oellenhainz Mitglied der Akademie, später verließ er aber die Stadt. Er hielt sich ein paar Jahre in der Schweiz auf, und dann post varä;;s casus nach Pfalzburg, wo diesen braven Mann der Tod ereilte.
G. Traunfellner stach nach ihm 1706 und 1709 zwei schöne Blätter in schwarzer Manier: Die Büste eines geharnischten Kriegers, und badende Mädchen. F. U. Durmer stach für den Frauenholz’schen Verlag zwei braune Blätter: Paysanne de la forêt noire, und Paysanne de Berne. Pfeifer hat Lavater’s Bildniss gestochen, Q. Mark jenes des Grafen von Rettler, und Pichler ein solches des Fürsten von Schwarzenberg.
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