Oelgast, Michael

Oelgast, Michael, Maler, der jüngere dieses Namens, war bereits 1544 Maler und Meister , und ins Zunftbuch eingetragen. Durch Füssly und Lipowsky wissen wir nur von einem Michael Oelgast, es gab aber deren zwei, von welchen der ältere dem jüngeren überlebt zu haben scheint. Den letzteren fanden wir in einem Ladzettel von 1546 erwähnt, und diente er in der Zunftstube den

Caspar Gehhard, Letzterer musste 60 fl. Lehrgeld bezahlen, und aus dieser für jene Zeit nicht unbedeutenden Summe kann man schließen, dass Oelgast kein gewöhnlicher Maler war. Die Nachrichten über die Oelgast wissen wir aus den Akten der Zunft in München . Oelgast, Thomas, Maler, der sich nach Doppelmayr's Angabe in Nürnberg haushaltlich niederliess. Er muss aber früher gekommen sein, und daselbst auch gelernt haben, weil er in den Akten der Münchner Zunft nicht eingetragen ist. Doppelmayr sagt, dass Oelgast in Oel, und grau in grau al Fresco gemalt habe, dieser Schriftsteller nennt aber keines seiner Oelbilder. Vielleicht sind von ihm einige Bildnisse der bayerischen Prinzen und Prinzessinnen, die Anton Zimmermann gestochen hat. Sie waren im königl. Schlosse zu Dachau, und mit einem Monogramme bezeichnet, welches aus den in einander geschobenen Buchstaben OTP besteht. Einige erklärten es als: Titiano pinxit, was wohl kaum richtig ist. Brulliot bringt I. No. 3024 ein ähnliches Mono- gramm bei, und legt es einem Tobias Oelgast bei, der wohl mit unserem Künstler eine Person ist. Das Monogramm bei Brulliot soll auf historischen Bildern stehen. Oelgast starb 1584.

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