Oeding, Philipp Wilhelm

Oeding, Philipp Wilhelm, Maler, wurde 1690 in Benzigerode geboren, trat bei Haber zu Halberstadt in die Lehre, kam dann zu Busch sen. in Braunschweig, und nach drei Jahren (1722) schickte ihn der Herzog Rudolph von Braunschweig nach Nürnberg, um unter Preissler, Kupetzki und Desmares sich weiter auszubilden. Er malte da viele Bildnisse in Kupetzki’s Manier, die ihm Ruf erwarben, auch Porträts in Miniatur und Email, am wenigsten aber fand er Zeit zu historischen Darstellungen. Er wurde auch an die umliegenden Höfe berufen, und hätte an verschiedenen Orten sein Glück machen können, wenn ihn nicht die Liebe zu Preissler’s schöner und tugendhafter Tochter wieder nach Nürnberg gezogen hätte. Im Jahre 1720 schloss er mit ihr das eheliche Bündnis, und jetzt arbeitete er noch zwölf Jahre grösstentheils in Nürnberg. Er malte meistens Bildnisse, und ausserdem copirte er das 1648 von Sandrart gemalte Friedensmahl auf dem Rathhause da selbst. Im Jahre 1741 folgte er einem Rufe des dänischen Hofes nach Altona , wo er ebenfalls mehrere Bildnisse malte, so wie: ein

grosses Altarbild mit der Anbetung der Könige in der Jüthnerischen Kirche zu Altona. Im Jahre 1740 wurde er endlich nach Braunschweig berufen, als Professor der Zeichenkunst am neu errichteten Collegio Carolino. In der letztern Zeit seines Lebens malte er deswegen wenig mehr in Öl, nur Bildnisse hoher Herren. Sein eigenes, weiches er im 72. Jahre malte, sah man in der Gallerie zu Salzdahlen. Im Jahre 1781 starb der Künstler. Heinecke fand in den Portraiten dieses Künstlers allerlei Vorzüge. Mehrere seiner Werke wurden gestochen; von D. Preissler das Bildnis der Barbara, Hejena Preissler, die Gattin des Künstlers, in schwarzer Manier, eines der besten Werke des Malers und Stechers. Dann wurden nach seiner Zeichnung auch antike Vasen, geschnittene Steine und Statuen des herzoglich Braunschweigischen Cabinets ge- stochen.

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