Nuvolone, Panfilo — Maler und Kupferstecher

Nuvolone, Panfilo — Maler und Kupferstecher , erlernte von Malosso (Trotti) die Malerei, und diesen Meister ahmte er anfangs auch nach, bis er sich endlich einem grünlicheren, minder reizenden Stil ergab, wie Lanzi bemerkt. Er ließ sich in Mailand nieder, und da ist sein weiträumigstes Werk „Lazarus und der Reiche“ an der Decke der Dominikaner Nonnenkirche. Lanzi sagt, der Künstler habe diesen Plafond mit einem wahren Prachtaufwand von Malerei aus- geschmückt, wie er auch in der Himmelfahrt Mariens in der Kuppel der Kirche della Passione that. In seinen Altarbildern und den geschichtlichen für die herzoglich Pavia’sche Gallerie wendete er mehr Mühe auf Vollendung, als auf Menge der Figuren. In der Kirche St. Augustin zu Piacenza ist von ihm ein „St. Übaldus, der einem Knaben den Segen gibt,“.

Lanzi setzt die Blütezeit dieses Künstlers um , in Gallera- ti! Instruz. delle pitt. milan. heißt es, dass Nuvolone 1601 im 53. Jahr gestorben sei. Die letztere Angabe scheint uns nicht richtig zu sein.

Nuvolone, Carlo Francesco — erlernte von seinem Vater Pan- filo die Malerei, und zuletzt erhielt er von diesem sogar den Beinamen Panfilo. In der Malerei folgte er aber anfangs dem Cesare Procaccini, und dann ahmte er die Manier des Guido Reni mit solchem Glücke nach, dass er selbst der „Bombardische Guido“ enannt wurde. Er hat nicht viel Figuren, ist aber zart und anmutig in den Formen und Wendungen der Köpfe, von einer Süsse und einem Einklang der Tinten, welche sehr gefallen, wie alles dies Lanzi behauptet. In St. Vittore sah „Jetzterer von Anmuth eine Darstellung des „Unders Petri“ bei der „Porta speciosa“ auf Leinwand, und andere in Mailand, Parma, Ciemona, Piacenza und Como. In Mailand malte er auch die Königin von Spanien und andere vornehme Bildnisse. Besonders wurden seine Madonnen gesucht. Von einer solchen beim Grafen del Verme sagt Lanzi, dass in ihr alle Anmuth von Panfilo’s Pinsel vereint ist, freilich wohl auch auf Kosten der Hoheit. Orlandi erwähnt seiner frommen Übungen, bevor er Madonnenbilder malte, und der gute Lanzi schlägt es ihm ebenfalls hoch an, weil er, wenn gleich kein Geistlicher, doch eine kindliche Frömmigkeit gegen U. L. F. hegte.

Für sein bestes Werk hält Fiorillo die „Reinigung der Maria im Bethaus“ neben der Kirche St. Vincenz zu Piacenza. Orlandi lässt diesen Künstler 1651 im 43. Jahre sterben.

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