Nothnagel, Johann Andreas Benjamin, Zeichner, Maler und Kupferstecher , wurde 1720 zu Burg am Forst im ehemaligen Gebiete von Bamberg oder Sachsen-Coburg geboren. Seine Bildungsgeschichte ist unbekannt, man weiß nur, dass er 1747 nach Frankfurt am Main gekommen und in Lenzner’s Tapetenfabrik gemalt habe, bis er endlich nach dem Tode desselben die Wittwe heiratete und die Manufaktur in noch größerem Schwung brachte. Nebenbei malte er auch kleine Genrebilder im Tenierschen Geschmack, welche der Mannigfaltigkeit der Erfindung wegen sehr geschätzt, in der Färbung aber zu bunt befunden wurden. Dagegen fanden seine radialten Blätter grossen Beifall, in welchen er teilweise dem Rembrandt glücklich nachstrebte, besonders in einzelnen Köpfen und Bruchstüchen. Man findet deren in vorzüglichen Sammlungen. In der berühmten Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid war fast das ganze Werk des Künstlers. Diese Blätter sind mit dem Namen des Künstlers, mit dessen Initialen, oder mit einem N’ und dem aufrechtstehenden Nagel bezeichnet. Das Format ist in der Regel klein, gewöhnlich 12. und 8., einige sind in 4. Nothnagel starb um 1800.
Der Engel erscheint Petrus im Kerker, erster Versuch des Künstlers im Radieren. J. A. B. Nothnagel sculpsit, 8.
Der Engel führt Petrus aus dem Gefängnisse, N. f., 1772, 4.
Die Taufe des Kämmerlings, nach Maulbertsch. Auf dem Steine unten in Mitte des Blattes steht: N. fec., 4.
Die Erweckung des Lazarus, Composition von 10 Figuren. Am Steine steht T. M. fec., 4.
Belisar mit seinem Knaben in der Verbannung. N. fec. 1771, KD, 4.
Drei römische Soldaten, in Callot’s Manier. Ohne Namen.
Ein Blinder mit langem weißem Barte, bei Abendbeleuchtung.
Ein Mann, der sich mit der einen Hand auf den Stock stützt, und mit der anderen einen Affen hält, A. Monsieur le Conseiller Ehrenreich a Francfort 1772, 4.
Der Soldatenknabe mit einem kleinen Fläschchen, unten mit * bezeichnet, No. 1, .
Der Geizhals mit einer Brille in der Hand, am Tische bei den Geldsäcken sitzend. Dem J. F. Ettling dedicirt, 1772 den 2. Jänner, 4. Ein Hauptblatt.
Ein alter Gelehrter, der einen Jüngling unterrichtet. Ohne Namen.
Der Eremit in sein Buch schreibend. Ohne Namen.
Der Eremit in der Höhle im Buche lesend. Ohne Namen.
Ein Bauer im Proß mit hoher Mütze, in der einen Hand den Bierkrug, in der anderen die Pfeife haltend. N. fec., 1772.
Der Bettler mit Stelzfuss und Krücke bettelt mit seinem Jungen am Bauernhause, aus welchem eine Frau mit dem Lichte tritt. Ohne Namen, ;
Ein Bauernweib mit dem Korbe auf dem Rücken, den Henkelkorb am Arme, und einen Stock haltend. N. fec. 1772.
Der Bauernkrämer mit allerlei Waaren im Korbe. Ohne Namen. ‘
Das Bauernweib, welches dem Kinde zu essen gibt. Nothnagel fec. 1771 Franckfort. .
Ein Bauer im Profil mit hoher Mütze und Tabakspfeife in der Hand. N. fec. .
Ein sitzender Bauer mit Pfeife und Bierkanne in den Händen. Nothnagel fec. 1772.
Der Schuhflicker mit seiner Frau in der Werkstätte, im Hintergrunde zwei Bauern. Ohne Namen, ;
Der Bauer mit seinem Weibe, welches trinkt. N. fec. 1773.
Ein alter Mann mit langem Barte und kleiner Kappe im Buche lesend. N. fec. 1770.
Ein alter Mann mit kurzem Barte und dem Hute, mit beiden Händen sich auf den Stock stützend. N. fec. 1776.
Eine alte Frau im Buche lesend. Ohne Namen.
Drei Bettler in einer Landschaft. Ohne Namen.
Eine Gruppe Bettler am Feuer, wo sie kochen. Ohne Namen.
Das Innere einer Bauernstube, Nachtstück. Ohne Namen, !
Bildnis eines polnischen Prinzen mit dem Ordensbande um den Pelzämantel. Mit N. bezeichnet. ‘
Bildnis des Frankfurter Juden ‚Bär‘, mit hebräischer und deutscher Unterschrift. N. fec. 1774. p
Bildnis des Malers Adam Grimmer. Ohne Namen,
Bildnis des Dr. Senkenberg, Stifter des Bürgerhospitals in Frankfurt, mit lateinischer Unterschrift, .
Bildnis des Aly Bey, Königs von Aegypten, mit französischer Unterschrift, 1773. &
Radzivil, Prince de Pologne. Ohne Namen.
Bildnis des Dr. Orth, mit Unterschrift.
Bildnis eines Künstlers, der sich mit Zeichnen beschäftigt, wahrscheinlich Nothnagel selbst. Ohne Namen. .
Bildnis eines jungen Mannes mit Federn auf dem Barrete. N. fec. 1771. ;
Bildnis eines Künstlers mit breitem Hute, eine Zeichnung in der Hand. N. fec. 1771
Ein alter Kopf mit großem Barte und breitem Hute. Nothnagel fec. 1764.
Ein alter Türkenkopf mit einem Turban. Ohne Namen.,
Ein Mannskopf mit struppigem Barte und zerrissenem Hute. N. fec.
Ein alter bartiger Kopf mit Barret. N. 1771.
Ein Türkenkopf im Profil mit einer Feder auf dem Turban. Ohne Namen. ,
Ein bärtiger alter Mannskopf mit einem Buche in der Hand. Ohne Namen.
Ein Türkenkopf mit einem Turban. T. M. ; Ein großer Türkenkopf mit langem Barte, mit der einen
Hand sich an den Tisch lehnend. A. B. Nothnagel fec.
Ein Türkenkopf mit schönem Barte und mit dem Turban. N. fec. 1774. ;
Ein kleiner zart geätzter Kopf mit Knebelbart und Federhut, N. fec. 1773., ‘ ;
Ein Türkenköpfchen mit Turban. N. fec. 1771.
Ein Bauernköpfchen ohne Mütze. N. fec. 1771.
Ein Bauernköpfchen mit einer hohen Mütze und mit kurz- em Barte. N. fec. 1771.
Ein Türkenköpfchen mit Glasfedern auf dem Turban. Ohne
Namen. 55) Ein kleiner zart geätzter Kopf eines Alten, ohne Mütze, in Profil. N. fec. 1771.
Ein Köpfchen mit Glasfedern auf der Pelzmütze. Ohne Na- men,
Ein junger Mann mit Federn auf dem Barret. Ohne Na- men.
Ein junger Mannskopf mit Federn auf dem Hute. Nothna- gel fec. 1764. 59
Landschaft mit einer hölzernen Brücke, kleines Blatt. Ohne Namen, 60) — 63) Vier andere kleine Landschaften. Ohne Namen.
- — 65) Zwei Landschaften mit Ruinen, nach J. F. Schinna-
Y)el, kl. qu. fol. 66) Der Elephant, welcher den 15. Juli 1773 in Frankfurt zu sehen war. Nothnagel fec., gr. qu. 8. Selten,
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