Noter, Peter Franz de

Noter, Peter Franz de, Landschafts- und Architekturmaler, wurde 1779 zu Walhem bei Mecheln geboren, und sein Vater, ein Archi- tekt, leitete seine ersten Studien. Hierauf besuchte er die Akade- mie der Künste in Mecheln, und nebenbei auch das Atelier des Bildhauers van Geel. P. de Noter wollte ebenfalls der Bildhau- erei sich widmen; allein die politischen Ereignisse entzogen dem Meister die Arbeit, und so suchte der Schüler in der Malerei sein Heil. Hierin war die Natur seine Führerin, und diese brachte ih- ren talentvollen Zögling zum ehrenvollen Ziele. P. de Noter ist einer der vorzüglichsten Architektur- und Landschaftsmaler seines Vaterlandes, dessen Bilder eine Zierde der Sammlungen ausmachen. Sie sind von grosser Correctheit der Zeichnung, mit Genauigkeit und Wahrheit dargestellt. Im Jahre 1813 erhielt er in Brüssel beim Concurse für die Landschaft eine Anerkennungsmedaille, später wur- den ihm noch zwei andere Medaillen zu Theil, und 1820 beim Con- curse in Gent der zweite Preis der Landschaftsmalerei. Die Auf- gabe war die Darstellung einer Landschaft bei Untergang der Son- ne gegen Mitte des Septembers, und als Staffage diente eine Was- sermühle. Einen vollkommenen Sieg trug er davon. Er ge- wann beim Genter Concurs den ersten Preis der Architekturmalerei, welche überhaupt sein Hauptfach ist. Zur Darstellung durfte das Innere einer Stadt, einer Kirche und ein anderer passender Ge- genstand genommen werden. De Noter wählte das Innere einer Kirche, und gewann den Preis. Seine Architekturbilder sind zahl- reich, im Besitze des Königs und in Privatsammlungen. Er hat viele interessante Kirchen gemalt, so z. B. die St. Nicolauskirche in Gent dreimal. Eines dieser Bilder ist im k. Museum zu Brüssel. Das Innere der St. Bavonskirche in Gent, im Besitze des H. von Huyvelter, ist in de Bast’s Annales du Salon de Gand p. 108 ab- gebildet. Die Staffage seiner Bilder ist manchmal von Verboeck- hoven und andern Künstlern. Verboeckhoven malte die Thiere,

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