Nosseni, Giovanni Maria, Architekt und Bildhauer, wurde 1544 in Lugano geboren. Er trat mit seinen Gesellen und Jungen in Dienste des Churfürsten von Sachsen, und hinterließ in Dresden verschiedene Werke. Von 1588–03 errichtete er das berühmte Freibergische Mausoleum und die reiche Begräbnis- kapelle in Dome. In D. Schirmer’s Beschreibung dieser Kapelle (Freib. 1619) ist eine grosse Abbildung derselben, von Ch. Vogel gestochen. In der Sophienkirche zu Dresden wurde 1606 der 25 Ell- jen hohe Altar aus Marmor nach seinem Entwurfe gefertigt, und auch die zwei Alabasterstatuen von St. Peter und Paul daselbst sind sein Werk. Nosseni erwarb sich Verdienste um die Entde- ckung der sächsischen Marmorbrüche, und als Architekt war er nicht minder verdienstvoll. Man datirt mit ihm und Payl Buch- ner eine neue Epoche für die Baukunst in Sachsen . Man errich- tete ihm schon bei Lebzeiten in der Sophienkirche zu Dresden ein Monument, welches erst 1834 zerstört und in der Vorhalle der Kirche unvollständig wieder aufgesetzt wurde. Er starb 1620.
J. Kellerthaler stach nach seiner Erfindung acht Blätter biblische und andere historische Darstellungen; E. Sadeler und J. Direckst stachen zwei Allegorien auf die Monarchien, und Sadeler auch noch die Statue des Nehumadnezar, ein großes und seltenes Blatt. Auch Vogel’s Stich der erwähnten Begräbniskapelle ist selten. Sei- ner erwähnten mehrere Lokalschriftsteller.
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