Norblin de la Gourdaine, Jean Pierre

Norblin de la Gourdaine, Jean Pierre, Maler und Radierer , wurde 1745 zu Misy - faut - Yonne (Basse Bourgogne) geboren, und von dem sächsisch - polnischen Hofmaler Casanova unterrichtet. Nachdem er 1771 den großen Preis der Dresdner Akademie erhal- ten hatte, ging er mit dem Prinzen Adam Czartoryski nach Polen, und hier nun war er auf mannigfaltige Weise thätig. Er errich- tete eine Malerschule, aus welcher verdienstvolle Männer hervor- gingen, wie M. Plonski, A. Orlowski u. a., Der Königs Stanislaus August Poniatowski ernannte ihn zum Hofmaler mit den Präroga- tiven des Adels. Seine Verdienste wurden auf das ehrendste aner- kannt, und zahlreiche Bestellungen waren die Folge. Man findet von ihm in Polen historische Darstellungen, Bildnisse; Schlachten und Genrestücke. Auch in Frankreich hinterließ er Werke; denn Norblin kehrte in sein Vaterland zurück, und blieb bis zu seinem 1830 erfolgten Tod daselbst. Er malte noch immer fort, jetzt aber nur mehr zu seinem Vergnügen. Nebenbei radier-te er auch in Kupfer, und brachte nach und nach 77 Blätter in Rem- brandt’s Manier zusammen, biblische Darstellungen, Studien einzel- ner Figuren und Köpfe nach der Natur, Landschaften, Schlachten u. a. Eine große Anzahl von Blättern dieses Rembrandtesken Werkes ist mit dem Namen des Künstlers oder mit N. und N. f. bezeich- net. Wenn auch noch ein W dabei steht, so bedeutet dieses Warschau, weswegen der Künstler lange in Warschau lebte. Diese Blätter erschienen gleich nach dem Tode des Künstlers in Paris, und so- wie 1780 und die folgenden Jahre seine Gemälde mit Enthusiasmus

aufgenommen wurden, so fanden auch jetzt seine Blätter die höch- ste Anerkennung, während viele seiner Zeitgenossen vergessen sind. Das Format derselben ist verschieden, fol., 4., 8., 12. Darunter befindet sich zweimal sein eigenes Bildnis. Bei Weigel kostet die- ses Werk 20 Thl.

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