Noord, Adam van, Maler und Sohn des Obigen, wird gewöhn- lich Adam van Oort genannt, von Descamps, Fiorillo, Füssly u. a. allein mit Unrecht, da sich der Künstler, so wie sein Vater Lam- bert, im Verzeichnisse der Mitglieder der Bruderschaft des heil. Lucas zu Antwerpen selbst van Noord schreibt. Da wurde er zuerst eingetragen, doch sagt die Geschichte nur, dass er zu Ant- werpen geboren wurde, aber nicht wann. Im Jahre 1641 soll er gestorben sein. Er hatte das glücklichste Talent zur Malerei, al- s er es wendete, nicht an; unbändige Leidenschaften und ein wüstes Leben richteten es nach und nach zu Grunde. Die Werke seiner ersten Zeit sind die besseren. In diesen bemerkt man eine ziemlich durchdachte Composition und ein Streben nach Correkt- heit der Zeichnung; allein später vernachlässigte er das Studium der Natur, seine Werke aus dieser Zeit sind manieriert, leichtsinnig entworfen, und das Colorit ist noch das Beste daran. Auch verkünden sie grosse Handfertigkeit, und da er doch manchmal auch noch eine gefällige Seite ergriff, so könnte man sagen, dass er teilweise noch Erträgliches geleistet hat. Er hatte auch Schüler angenommen, und darunter ist der P. P. Rubens gewesen, der je- doch diesen seinen ersten Meister bald wieder verließ, weil er mit zu grosser Roheit verfuhr. Jordans blieb allein, da er die Toch- ter des Meisters liebte.
R. Sadeler stach nach ihm Christus am Kreuze, zu den Seiten Johannes und Maria, am Fuße des Kreuzes Magdalena; P. de Jode: die Anbetung der Hirten, Christus bei Nicäemus und ein Concert von fünf Personen; Collaert: Orpheus mit der Lyre, und die fünf Sinne unter weiblichen Gestalten vorgestellt.
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