Nochert, Jean Alexander, Zeichner und Maler, wurde 1750 gebo- ren, und zu Paris von Silvestre und J. Vernet unterrichtet. Er folgte der Kunstweise des letzteren, da er schon von Jugend auf mit grosser Vorliebe Fluss und See und das Meer mit seinen Er- scheinungen beobachtete, und in Zeichnungen festzuhalten suchte, was bei dieser Gelegenheit seine Aufmerksamkeit fesselte. Er war erst 18 Jahre alt, als er mit Abbé Chappe eine Reise nach Californien unternahm, welche für den jungen Künstler so gefahr- voll war, dass man ihn in Paris für tot ausgab. Allein 1770 kam er plötzlich wieder an, und weit entfernt, sein unsicheres Element zu überwinden, unternahm er bald wieder neue Reisen an die Küsten
von Spanien und Portugal , und weiter fort. Er fertigte überall Zeichnungen nach der Natur, und mit besonderer Treue stellte er die bewegte See dar. Auch seine Schiffe sind auf das treueste nachgebildet. Die Erscheinungen des Meeres nahmen so sehr seine Aufmerksamkeit in Anspruch, dass er oft die Gefahr vergass, die ihn umschwebte. In Darstellungen bewegter Scenen war er daher besonders stark. Die meisten seiner Zeichnungen sind sehr fleißig in Gouache ausgeführt, und von einer Kraft der Färbung, dass sie beinahe Ölgemälden gleichkommen. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts liess sich der Künstler in Paris nieder, und da nun malte er auch Seestücke in Öl , ohne jedoch die Zeichnung in Gouache zu vernachlässigen. Man sah von 1800 — 1822 auf den Salons Werke von ihm ausgestellt, Bilder der ruhigen und stür- mischen See, Ansichten von Seehäfen, Angriffe zur See, bren- nende und gestoßene Schiffe, oder solche, wie sie mit ihren majestätischen Formen prangen, vor Anker liegen, oder dahin- segeln bei Tags- und Mondbeleuchtung, Ansichten von Seestädten, wie jene von Gibraltar, Cadix, Lissabon, Alexandrien u. s. w.
F. Hegi stach nach ihm die Ansichten von Cadix und Gibraltar.
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