Nieulandt, Adrian van, Maler von Antwerpen , ein zu seiner Zeit berühmter Landschafts- und Marinemaler, wird gewöhnlich mit einem späteren A. van Nieulandt verwechselt, welcher histo- rische und andere Darstellungen malte. Adrian van Nieulandt wird als Schüler von P. Isaacs und F. Badens angegeben; allein dies kann nur von dem jüngeren A. van Nieulandt gemeint sein, da jene Meister selbst viel jünger sind, als der unsers Wissens bis- her immer allein genannte Adrian. Letzterer lebte in Amsterdam , und er war wenigstens 50 Jahre alt, als er 1601 starb, wie man angibt. Damals war indessen der Künstler noch arbeitsfähig, denn er malte in demselben Jahre den die Engel hewirthen- den Abraham, ein Bild, welches in der Hausmann’schen Samml- Jung zu Hannover sich befand. Wahrscheinlich ist noch der ältere Nieulandt der Verfertiger dieses Bildes, und so darf man auch meinen, dass auch dieser historische Darstellungen gemalt habe, und nicht Landschaften und Marinen allein. Der jüngere A. v. Nieu- landt könnte P. Isaacs und F. Badens Schüler gewesen sein. Er malte oder 1620 in der Kirche der Friedrichsburg zu Copen- hagen, und nach war er thätig. Von diesem Jahre ist in
Nieulandt, Willem van. — 1635
der k. Gallerie des Museums zu Berlin ein zierlich gemalter Kin- dertanz.
Nach Adrian van Nieulandt wurde auch mehreres gestochen, und dieses gehört grösstenteils dem Älteren an. Angeblich von ihm selbst sehr fleissig radirt fanden wir eine italienische Gebirgs- Landschaft mit einer Brücke und drei Maulthieren zur Rechten, übrigens, wenn das Blatt es nicht vielmehr von P. de Nolpe ra- dirt ist,
P. Nolpe stach 7 schöne reiche Landschaften, theils im italieni- schen, theils im niederländischen Charakter. P. de Jude stach den verlornen Sohn bei der Schweinsheerde, und der Verleger Sandrart setzte in deutscher Sprache auf die Platte: „Ach spiegle dich an mir“ etc., gr. fol. W. de Leeuw stach Landschaften nach ihm; C. Vv. D. E. Loes; das Bildnis des Rudolf Petriz D. E. Loes; eine heil- ige Familie.
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